A|U|F mit Erfolgsbilanz für das Jahr 2018

A|U|F mit Erfolgsbilanz für das Jahr 2018

Rund 35 Prozent des gesamten deutschen Aluminiumschrotts im Bauwesen werden bereits über den A|U|F recycelt. Und: Von Seiten des Bundes gibt es derzeit keine Einschränkungen mehr gegen den Einsatz von Aluminium im Bauwesen. Das waren die zentralen Botschaften von Walter Lonsinger, Vorstandsvorsitzender der Recyclinginitiative A|U|F , auf der diesjährigen Mitgliederversammlung.

Die Volumenentwicklung des für Recyclingzwecke gesammelten Aluminiumschrotts wächst. Allein im ersten Halbjahr 2018 registrierte der A|U|F knapp 18.000 Tonnen. 2017 hatte dieser Wert noch bei 15.461 Tonnen gelegen, im gesamten letzten Jahr wurden 30.525 Tonnen erfasst. „Damit werden 35 bis 36 Prozent des gesamten deutschen Aluminiumschrotts im Bauwesen über den A|U|F recycelt“, bilanzierte Lonsinger bei der Mitgliederversammlung 2018 des A|U|F.

Veraltetes Fachwissen

Um diese Fakten und Zahlen vor allem in der Politik bekannter zu machen, hat der A|U|F 2017/18 einiges unternommen. Vertreter der Initiative nahmen in Berlin an den Runden Tischen „Ressourceneffizienz“ und „Nachhaltiges Bauen“ teil. Ein weiteres Gremium wird noch dazukommen: Nach einem Besuch des Bundestagsabgeordneten André Berghegger beim Mitgliedsbetrieb Solarlux GmbH wird der A|U|F künftig voraussichtlich auch zu Treffen des Wirtschaftsausschusses „Leichtbau Recyclingfähigkeit“ geladen.

Als Erfolg der Aufklärungsarbeit wertete Walter Lonsinger den aktualisierten Aluminium-Eintrag in die sogenannte WECOBIS-Datei. Diese Datenbank der Bundesregierung habe noch bis vor vier Jahren verkündet, Aluminium könne nicht recycelt werden.

Nicht ganz so positiv sieht es auf kommunaler und städtischer Ebene aus. In München zum Beispiel darf Aluminium in öffentlichen Bauvorhaben nur in Ausnahmefällen und unter besonderen Voraussetzungen verwendet werden. Der A|U|F hat sich zum Ziel gesetzt, mit den verantwortlichen Stellen in München in Kontakt zu kommen um die Ziele des Vereines und die Vorteile eines geschlossenen Wertstoffkreislaufes darzustellen. Insbesondere sollte der anbietende Metallbauer nachweisen, dass er an einem geschlossenen Wertstoffkreislauf teilnimmt und damit dafür sorgt, dass die anfallenden Schrotte nicht außerhalb Europas exportiert werden. „Die Unternehmen müssen dafür nicht zwingend bei uns Mitglied sein. Wenn jemand nachweisen kann, dass er nach diesen Kriterien arbeitet, reicht das auch. Bisher kennen wir jedoch keine andere Organisation, die dies nachweisen kann.

Zwei neue Vorstandsmitglieder wollen die Initiative weiter mit vorantreiben: Thomas Polonyi, Geschäftsführer der HUECK System GmbH & Co. KG in Lüdenscheid, und Dr. Werner Jager, Direktor Technik und Marketing der Hydro Building Systems GmbH, WICONA in Ulm. „Wir sind sehr breit aufgestellt“, freute sich Walter Lonsinger. „Sowohl die Systemhäuser als auch die Planer und Metallbauer sind im Vorstand vertreten.“

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