WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung fordert die Rücknahme der US-Schutzzölle

WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung fordert die Rücknahme der US-Schutzzölle

Der WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V. fordert die
Rücknahme der US-Schutzzölle gegen die Einfuhr von Produkten aus Stahl und
Aluminium aus der EU. Die Reaktionen der EU müssen besonnen sein, ein Handelskrieg
muss vermieden werden.

Der WSM fordert, dass die Schutzzölle der USA auf Produkte der Stahl und Aluminium erzeugenden
und verarbeitenden Industrien wieder aufgehoben werden. Die Schutzzölle werden
die amerikanische Industrie nicht nachhaltig stärken und keinen dauerhaften Beschäftigungsaufbau
bewirken. Im Gegenteil ist zu erwarten, dass durch ein steigendes Preis- und gleichzeitig
sinkendes Innovations- und Qualitätsniveau die Wettbewerbsfähigkeit der nachgelagerten
Industrien beschädigt und dort ein Vielfaches der Arbeitsplätze bedroht wäre. Die Schutzzölle
stehen zudem völkerrechtlich auf wackeligen Füßen.

Der WSM spricht sich gegen die Verhängung von EU-Zöllen gegen US-Produkte und andere
Gegenmaßnahmen als Reaktion aus. Wenn sich die EU dazu gleichwohl entschließt, muss
ein Handelskrieg vermieden werden. Dadurch entstünden nur noch größere Schäden für Europa
und die USA. In Deutschland zählen die unmittelbar betroffenen Industriezweige etwa
175.000 Arbeitsplätze, allein in der direkt nachgelagerten Verarbeitungsstufe sind es dagegen
660.000 und darüber hinaus im Maschinen- und Fahrzeugbau Millionen von Arbeitsplätzen,
die durch einen Handelskrieg bedroht wären.

„Reaktionen der EU, die zu einer Eskalation der Situation und weiteren Handelsbarrieren führen,
würden einen noch viel größeren Schaden anrichten. Die EU sollte gelassen bleiben.“ so
WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer.

Die Einfuhrzölle der USA dürfen auch keinen Automatismus für die Verhängung von Einfuhrbarrieren
der EU gegen andere Länder begründen. Etwaige Umlenkungseffekte von weltweiten
Warenströmen aufgrund der US-Einfuhrbeschränkungen müssen zunächst beobachtet
und analysiert werden.

„Handelskonflikte gehören in ein geordnetes rechtsstaatliches Verfahren vor die WTO. Der
Abschluss internationaler Handelsabkommen ist der beste Schutz gegen Protektionismus.“ so
WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer.

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