WGM-Geschäftsklima im 1. Quartal 2020: Mit leichtem Gefälle ins neue Jahr

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Der WGM-Geschäftsklimaindex bleibt abwärts gerichtet, verliert gegenüber dem Vorquartal aber nur noch 1,6 Punkte gegenüber minus 7 Punkten im Vorquartal. Die zunehmende konjunkturelle Abwärtsdynamik im Verlauf des vergangenen Jahres hat sich zu Beginn 2020 erkennbar abgeschwächt.

Der WGM-Geschäftsklimaindex setzt sich aus zwei Teilindizes zusammen, der Geschäftslage und den Geschäftserwartungen. Ausschlaggebend für den schwachen Hoffnungsschimmer sind die erkennbar nachlassende Abwärtsdynamik bei der Lage-Beurteilung des letzten Quartals 2019 im Handel mit Aluminium und Buntmetallhalbzeug sowie die leicht optimistischen Aussichten der Buntmetallhalbzeug-Händler auf die kommenden drei Monate. Bei den Händlern von Aluminiumhalbzeug überwiegt der pessimistische Blick auf die konjunkturelle Entwicklung des 1. Quartals 2020 zwar noch, fällt aber nicht mehr ganz so schwarz aus wie zu Beginn des letzten Berichtszeitraums.

Ähnlich beurteilen auch führende Wirtschaftsinstitute die Entwicklung der deutschen Wirtschaft: Der Abschwung verlangsamt sich, im Auslandsgeschäft ist sogar schon wieder eine leichte Aufwärtstendenz erkennbar. Aktuellen Prognosen zufolge wuchs die deutsche Wirtschaft 2019 insgesamt um 0,5 Prozent. Wachstumsmotoren waren der private Konsum und die Bauwirtschaft, während die Exporte und die In-vestitionsgüterproduktion nur sehr verhalten zulegten. Deutlich sichtbar wurde die Schwäche der deutschen Wirtschaft in der Industrie, die für sich genommen in eine Rezession rutschte. Die Rezession der Industrie belastet die Nachfrage nach Me-tallerzeugnissen stark, da insbesondere die Industriezweige konjunkturelle Probleme hatten, die für eine hohe Nachfrage nach Metall als Produktionsinput stehen.

Bis die Industrie eine Rezession überwindet und die Kapazitätsauslastung wieder spürbar zulegt, braucht es erfahrungsgemäß etwas Geduld. Wirtschaftsexperten rechnen frühestens in der zweiten Hälfte 2020 mit einer spürbaren Belebung. Für 2020 erwarten sie einen BIP-Zuwachs von 1,5 %, der Anstieg der Weltproduktion dürfte von 3 % (2019) auf 3,1% (2020) steigen. Eine noch ungünstigere Entwicklung könnte eintreten, wenn sich die Rahmenbedingungen für den internationalen Handel weiter verschlechtern.

 

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