Wenn das Zwillingspaar fräst…

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In einem der modernsten Maschinenparks Europas haben sich Starrag-Bearbeitungszentren mit Parallelkinematik bewährt.

Grund genug für den Flugzeugzulieferer Premium Aerotec im Werk Varel wieder auf hochdynamisches 5-Achs-Simultan-Fräsen mit Tripodenkopf zu setzen. Mit dieser immer noch revolutionären Technik arbeitet auch das neue Starrag-Fertigungssystem Ecospeed F 2040, das aus zwei miteinander verketteten Bearbeitungszentren besteht.

Zum Alltag zählt bei Europas größtem Flugzeugzulieferer Premium Aerotec im Werk Varel das Fräsen von Taschenecken mit nur leicht angestelltem Steg. Damit es gelingt, muss sich die Winkellage verändern. Während bei sonst üblichen Gabelfräsköpfen extreme Schwenkbewegungen entstehen, zerspanen die Tripodenköpfe der Ecospeed Baureihe deutlich schneller und dynamischer. In Varel kommen daher mittlerweile 13 Ecospeed-Zentren zum Einsatz.

„Für Ecospeed spricht außer der Zuverlässigkeit auch die hohe Gesamtdynamik, für uns das ausschlaggebende Argument“, erklärt Christian Welter, Leiter der Großteilefertigung bei Premium Aerotec. „Daher haben wir uns bei unserer neuesten Investition für zwei Ecospeed F 2040 entschieden, die zum Flexiblen Fertigungssystem verkettet wurden.“ Es ist das jüngste Highlight in der Halle 8, in der aktuell Starrag-Bearbeitungszentren mit einer Antriebsleistung von 120 kW dominieren. Dank eines automatisch einwechselbaren Winkelfräskopfs lassen sich auf dem FFS nun bis zu vier Meter lange Aluminium-Werkstücke in einer Aufspannung komplett bearbeiten.

Varel setzt bevorzugt verkettete Systeme ein. „Wir wollen das Rüsten von der eigentlichen Zerspanung trennen“, meint Welter. „Und das funktioniert sehr gut bei dem neuen Ecospeed F 2040 FFS, bei dem wir die Werker an separaten Rüststationen arbeiten lassen.“ Das neue FFS besteht aus zwei Ecospeed F 2040, einem Transportsystem mit Doppelbeladewagen, einem ebenerdigen Rüstplatz und einem Speicher für Maschinenpaletten mit einer Größe von 2.000 mm mal 4.000 mm. Die Bearbeitungszentren arbeiten mit einer Nennleistung von 120 kW und einer Nenndrehzahl von 30.000 min-1. Die Zwillinge erlauben hochdynamische 5-Achs-Simultanzerspanung mit bis zu 1g Beschleunigung und maximalem Ruck von 250 m/s³. Das FFS zeichnet ein automatisch einwechselbaren Winkelfräskopf mit HSK A63/80-Schnittstelle aus, der automatisch Werkzeuge aus dem Werkzeugwechselsystem erhält. Der Winkelfräskopf übernimmt auch Fräs- und Bohroperationen, die bisher die Maschine eines Wettbewerbers durchgeführt hat. Um den Footprint klein zu halten, befinden sich Nebenaggregate und Schaltschränke platzsparend und wartungsfreundlich auf einer Peripheriebühne oberhalb des Transportsystems.

Doch was spricht besonders für die neueste Investition – etwa mit Blick auf Starrags Claim „Engineering precisely what you value“? Es ist für Welter vor allem die Performance, bei der das hochdynamische Duo sich sehen lassen kann: „Trotzdem es sich erst seit kurzem im Serieneinsatz befindet, erzielen wir Laufzeitverkürzungen von 10 bis 15% im Vergleich zu älteren Ecospeed-Systemen.“

 

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