Studium Plus bei Kasto Maschinenbau: Ausbildung und Studium in einem

Studium Plus bei Kasto Maschinenbau: Ausbildung und Studium in einem

Kasto, die Hochschule Offenburg und die IHK Südlicher Oberrhein gehen gemeinsam mit dem Modell Studium Plus neue Wege in Ausbildung und Studium.

Der Säge- und Lagertechnik-Spezialist Kasto geht neue Wege in der Nachwuchsförderung: Gemeinsam mit der Hochschule Offenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein bietet das Unternehmen aus Achern ab sofort das sogenannte Studium Plus an. Innerhalb von nur 4,5 Jahren können junge Menschen damit sowohl eine anerkannte Berufsausbildung als auch einen Bachelor-Studiengang absolvieren – ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Start ins Arbeitsleben.

Immer mehr Schüler entscheiden sich für Abitur und Studium anstelle einer klassischen Berufsausbildung. Gleichzeitig sind Unternehmen händeringend auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften. Die Hochschule Offenburg hat deshalb mit dem Studium Plus ein Modell entwickelt, das die Vorteile von akademischer und betrieblicher Ausbildung verbindet. In der 4,5-jährigen Lehr- und Studienzeit erlangen Absolventen sowohl einen Facharbeiterbrief der IHK als auch einen Bachelor-Abschluss. Das theoretische Wissen erlernen die jungen Menschen an der Hochschule, die praktischen Fähigkeiten in ihrem Ausbildungsunternehmen.

Zu letzteren zählt auch Kasto Maschinenbau. Das Unternehmen aus Achern ist ein führender Hersteller von Metallsäge- und Lagertechnik und bietet ab sofort gemeinsam mit der Hochschule Offenburg verschiedene Ausbildungs- und Studienkombinationen an. Voraussetzung ist das Abitur oder die Fachhochschulreife. Zur Auswahl stehen die Studiengänge Angewandte Informatik, Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau sowie Mechatronik und Autonome Systeme in Verbindung mit den jeweiligen Ausbildungsberufen. „Studium Plus ist für uns eine tolle Möglichkeit, um akademische und praxisnahe Ausbildung miteinander zu vereinen und jungen Menschen damit eine fundierte Perspektive für die Zukunft zu bieten“, erklärt Armin Stolzer, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens und Vizepräsident der IHK.

Kurzweilige Ausbildung zwischen Hörsaal und Betrieb

Das erste Jahr verbringen die angehenden Fachkräfte als Auszubildende im Unternehmen. In dieser Zeit schreiben sie sich auch für den entsprechenden Bachelor-Studiengang ein. Die folgenden 3,5 Jahre verbringen sie abwechselnd an der Hochschule Offenburg und in ihrem Betrieb – das sorgt für eine spannende und kurzweilige Ausbildung. Am Ende stehen die Abschlussprüfungen der IHK sowie das Erstellen einer Bachelor-Thesis als Projektarbeit im Unternehmen auf dem Lehrplan. „Die künftigen Absolventen des StudiumPLUS bekommen nicht nur das für ihren Beruf erforderliche theoretische und praktische Fachwissen vermittelt, sie haben auch bereits einen sehr starken Bezug zu ihrer Ausbildungsfirma“, ist sich Armin Stolzer sicher. „Sie haben damit ideale Voraussetzungen für eine spätere Übernahme und einen gelungenen Start ins Arbeitsleben.“ Dass das StudiumPLUS von Anfang an vergütet wird, schafft zusätzlich einen finanziellen Anreiz.

Möglich ist dieses neue Angebot durch eine enge Vernetzung von Hochschule, Unternehmen und den beteiligten Berufsschulen. Diese ermöglicht es, die Ausbildungsinhalte kompakt und praxisbezogen zu vermitteln. Auch die Firmen in der Region dürften vom StudiumPLUS profitieren, meint Armin Stolzer: „Das Modell gibt uns die Chance, junge Talente von uns als Arbeitgeber zu überzeugen, sie zu fördern und frühzeitig in unser Team zu integrieren.“ Angesichts des herrschenden Fachkräftemangels biete das Studium Plus daher ein großes Potenzial für die Gewinnung neuer Mitarbeiter.

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