Schweizer Gussindustrie erzielt deutliches Wachstumsplus

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Die Schweizer Gussindustrie erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 595 Millionen Schweizer Franken. Das entspricht einer Steigerung von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis. Bei der verarbeiteten Tonnage erzielten die 47 im Gießerei-Verband der Schweiz (GVS) zusammengeschlossenen Unternehmen insgesamt ein Plus von rund 3 Prozent auf 53.100 Tonnen. Für das laufende Jahr wird mit einem weiteren Wachstum gerechnet, so der GVS in einer Presseerklärung.

Die Schweizer Leichtmetallgießer verzeichneten einen Anstieg der verarbeiteten Tonnagen um 3,7 Prozent auf 13.400 Tonnen. Bei den Eisen- und Stahlgießereien erhöhten sich die abgelieferten Tonnagen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 36.500 Tonnen. Lediglich bei den Kupferlegierungen musste eine Reduktion um 2 Prozent auf 3.200 Tonnen gegenüber dem Vorjahr hingenommen werden. Über alle Werkstoffgruppen hinweg gesehen schloss die Schweizer Gussindustrie 2017 gesamthaft mit einer Erhöhung von rund 3 Prozent auf 53.100 Tonnen ab. „Der Gesamtumsatz erhöhte sich im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 595 Millionen Schweizerfranken gegenüber 580 Millionen Schweizerfranken in 2016", erklärte GVS-Geschäftsführer Marcel Menet.

Die Jahresergebnisse des Branchenverbandes spiegeln die Dynamik der Schweizer Gussindustrie in einem positiven Wirtschaftsumfeld wider. Als vorteilhaft erwiesen sich insgesamt die - trotz der vorangegangenen Krisenjahre - kontinuierlich getätigten Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien und in die Automation an den Schweizer Standorten sowie parallel dazu die Verlagerung von Groß-Serienfertigungen an Produktionsstandorte im Ausland. Auch der schwächere Schweizerfranken verlieh Rückenwind und stärkte die Wettbewerbsfähigkeit. „Ausschlaggebend war jedoch der hohe Qualitätsstandard, die Innovationskraft und zuverlässige Liefertermin-Treue der Schweizer Gussindustrie, die auch Kunden aus dem KMU-Bereich ebenso wie Großkonzerne wieder verstärkt bei der Vergabe von Neuaufträgen überzeugten“, erklärte der GVS. Angesichts der europaweit herrschenden Lieferengpässe konnten die Schweizer Gießer mit den flexibleren Arbeitszeitregelungen und größeren Spielräumen für Produktionen im Mehrschicht-Betrieb sowie mit einem insgesamt stabilen politischen Umfeld international vermehrt punkten.

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