Pyral AG blickt auf 15 Jahre Firmengeschichte

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Die Pyral AG in Freiberg, führender Aufbereiter von NE-Metallen und Recycler von Aluminiumverpackungen, feiert 15 Jahre Firmengeschichte.

Seit der Gründung 2005 hat das familiengeführte mittelständische Unternehmen in seiner 15-jährigen Firmengeschichte einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau der Standorte Freiberg und Mittweida investiert. Bekannt geworden ist Pyral durch die Aufbereitung von Aluminiumverpackungen in einer der modernsten Sortieranlagen in Deutschland. Der Freiberger Standort ist inzwischen eine wichtige Säule zur Einhaltung der ambitionierten Recyclingziele, die sich Deutschland gesetzt hat. Am Standort befindet sich die weltweit größte Aufbereitungsanlage für hoch komplexe Trennverfahren bei Aluminiumverbundstoffen.

Dies würdigte auch Michael Wiener, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSD – Duales System Holding GmbH (Grüner Punkt) – in seinem Grußwort. Seit immerhin 2006 arbeitet der Grüne Punkt „erfolgreich und sehr vertrauensvoll mit der Pyral AG zusammen und hat seitdem rund 170.000 Tonnen Wertstoffe und sonstige Aluminiumleichtverpackungen verwertet“, so Wiener. „Substitution von Primärrohstoffen durch die zunehmende Nutzung von Sekundärrohstoffen aus der Rückgewinnung von Abfällen ist hier aktiv praktizierte Nachhaltigkeit. Gleichzeitig macht es die produzierende Wirtschaft in Deutschland deutlich unabhängiger von Rohstoffen, die oftmals unter teilweise widrigsten Bedingungen in vielen unterentwickelten Ländern gewonnen werden.“

In 15 Jahren Firmengeschichte über 2 Mio. t CO2-Emissionen eingespart

Durch den von der Pyral AG entwickelten innovativen Recyclingprozess durch ein ausgeklügeltes Pyrolyseverfahren ersparen die im Landkreis Mittelsachsen beheimateten Aluminium-Aufbereitungsanlagen der Bundesrepublik jedes Jahr tausende Tonnen an CO2-Emissionen. Durch die Vermeidung von Neuproduktionen im Aluminiumbereich sind seit dem Bestehen der Pyral AG etwa 2.154.000 t CO2-Ausstoß eingespart worden, fand eine Studie der „FutureCamp Climate GmbH“ heraus. Dies entspricht den Emissionen von 201.308 Ein-Personen-Haushalten in Deutschland.

Damit die Umweltbilanz in Zukunft noch positiver ausfällt, investiert das Unternehmen auch in Forschung und Entwicklung neuer Herangehensweisen. „Wir pflegen eine sehr enge Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg und forschen gemeinsam zu neuen Lasersortiervorgängen oder auch im Bereich der Kunststoff-Problematik“, sagt Co-Vorstand Patrick Reissner. „Mithilfe eines chemischen Recyclingvorgangs versuchen wir, aus Plastikmüll, der bislang nicht wiederverwertet werden konnte, wiederum eine Flüssigkeit zu gewinnen, die später erneut der Industrie zugeführt werden kann.“

Aus weiteren Forschungsarbeiten entstand eine weltweit einzigartige Anwendung des Fluidierungsprinzips zur thermischen Wiedergewinnung von Aluminium und der Röntgentransmission für den Einsatz bei der Erkennung und Sortierung in der Metallrecyclingbranche.

Ausgefeiltes Verfahren zur Wertstoff-Rückgewinnung entwickelt

Enge Partner der Pyral AG sind vor allem die sogenannten „Großen“ in der deutschen Recyclingwirtschaft. So arbeiten die Mittelsachsen neben dem DSD auch mit der Pre-Zero-Unternehmensgruppe aus Porta Westfalica, Becker Umweltdienste, Grüner Punkt und Remondis zusammen. Auch Aluminiumabfälle von unterschiedlichsten Wertstoffhöfen werden bei der Pyral verarbeitet. Durch die technisch ausgefeilten Pyrolyseverfahren gewinnt Pyral reines Aluminium, dass dann je nach Legierung als Granulat sortenrein an Abnehmer auf der ganzen Welt geliefert wird, beispielsweise in viele europäische Staaten, in die USA, aber auch nach Fern-Ost. Doch nicht nur die neu gewonnenen beziehungsweise recycelten Rohstoffe werden in aller Welt eingesetzt, sondern auch die von Pyral entwickelten Technologien kommen zunehmend weltweit zum Einsatz, um so die wertvollen Rohstoffe zurückzugewinnen.

Weil sich die beiden Standorte in den zurückliegenden Jahren gut entwickelten, wurde das Personal systematisch aufgestockt. Startete die Pyral AG 2005 noch mit 18 Personen in Freiberg, sind es dort heute schon 50 und in Mittweida immerhin 31 Mitarbeiter. „Aus- und Weiterbildung ist uns dabei sehr wichtig“, erklärt Reissner weiter. „Momentan machen wir unsere Angestellten für künftige Entwicklungen im technischen Bereich fit. Aber auch die Integration von nicht-deutschen Facharbeitern ist uns wichtig, weshalb wir regelmäßig intern Sprachkurse anbieten.“

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