Produktion der Aluminium-Druckgießer 2019 weiter gestiegen

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Die deutschen Druckgießereien konnten 2019 ihr hohes Vorjahresniveau in den ersten zehn Monaten stabilisieren. Zeitgleich zeigten sich die europäischen Zulassungszahlen für Pkw um mehr als drei Prozent rückläufig. Dies verdeutliche eindrücklich die außerordentliche Performance der deutschen Druckgießer, wie Hartmut Fischer, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Druckgießereien (VDD) im Pressegespräch auf der Euroguss in Nürnberg erklärte.

Laut den für die ersten zehn Monate 2019 vorliegenden Zahlen produzierten die Aluminium-Druckgießer rund 532.000 Tonnen, die Magnesium-Druckgießer erzeugten 13.500 Tonnen, der Zink-Druckguss lag bei 48.747 Tonnen. Die Zahlen auf das Gesamtjahr 2019 hochgerechnet ergibt sich ein Produktionsplus gegenüber dem Vorjahr von 3,5 Prozent beim Alu-Druckguss, beim Magnesium-Druckguss dagegen ein Minus von 9,6 Prozent. Auch der Zink-Druckguss war leicht rückläufig, und zwar um 1,3 Prozent.

Mit einem Anteil von 90 Prozent ist der Aluminium-Druckguss das dominierende Branchensegment. Bezogen auf den Aluminiumguss macht der Druckguss mehr als 61 Prozent aus. Vom gesamten Nichteisenmetallguss in Deutschland entfallen knapp 54 Prozent auf den Aluminium-Druckguss.

Trotz der zumindest bei den Alu-Druckgießern gestiegenen Produktion blicken die Druckgießer mit einiger Sorge in die Zukunft. Bedingt durch die Diskussionen über die Zukunft des Verbrennungsmotors im Allgemeinen und die des Diesels im Speziellen müssen sich viele Druckgießer auf strukturelle Änderungen auf der Nachfrageseite einstellen. Eine ausdrückliche Technologieoffenheit in der Entwicklung der Mobilität gehört zwingend dazu. Auf nicht alle in diesem Zusammenhang auftauchenden Fragen gibt es gegenwärtig zufriedenstellende Antworten. Gleichzeitig geht es um strategische Entscheidungen mit Langzeitwirkung bei der Politik, den OEM, den Verbrauchern und auch den Zulieferern – wie den Druckgießereien. Hier seien zuverlässige und nachhaltig belastbare Leitplanken der politischen Akteure gefordert“, so Fischer.

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