IKB: Weltweite Primäraluminiumproduktion steigt 2018 auf 64 Millionen Tonnen

IKB: Weltweite Primäraluminiumproduktion steigt 2018 auf 64 Millionen Tonnen

Nachdem die weltweite Primäraluminiumproduktion 2017 um 5,8 Prozent expandierte, stagnierte diese im Januar 2018. Das berichtet die Düsseldorfer IKB-Bank in ihrer Rohstoff-Preisinformation für März 2018. Für 2018 erwartet die Bank eine Erzeugung von rund 64 Millionen Tonnen. Die chinesische Produktion lag laut IKB im Januar 2018 knapp auf dem Vorjahresniveau, während im übrigen Asien ein kräftiger Anstieg erfolgte (+17,1 Prozent). In Europa sei eine stabile Produktion zu beobachten, in Nordamerika gab sie leicht nach

Unverändert erhalte die weltweite Nachfrage nach Primär- wie auch Recyclingaluminium Impulse vom Leichtbau in der Automobilindustrie. Dabei dürfte auch die Elektromobilität eine Rolle spielen: Gewichtszuwächse infolge der Batterie müssten an anderer Stelle kompensiert werden, so die IKB. Auch die Luftfahrtindustrie nutze wieder vermehrt Aluminium anstelle von Verbundwerkstoffen. Die gute Konjunktur der Baubranche in Kontinentaleuropa sowie der Verpackungssektor stimulierten ebenfalls.

Die weltweite Nachfrage nach Primär- wie auch Recyclingaluminium erhält weiterhin Impulse vom Leichtbau in der Automobilindustrie. Foto: Archiv ASP

Wie die IKB weiter berichtet, haben sich die Lagerbestände von Primäraluminium an der LME wieder erhöht: Diese lägen nun bei 1,3 Millionen Tonnen. An der SHFE stiegen die Bestände im Zuge des chinesischen Neujahrsfestes auf rund 811.000 Tonnen. Weitere gut 65.000 Tonnen befänden sich in den Lagern der Comex. Damit sei unverändert eine sehr gute Versorgung gegeben. Die LME-Bestände an Recyclinglegierungen machten lediglich 12.800 Tonnen aus. Die Vorräte entsprechen laut IKB dem Gesamtverbrauch (Primär- und Recyclingaluminium) von rund 11 Tagen. Ein weiterer Ausbau der Kapazitäten für Recyclingaluminium sichere die langfristige Versorgung. Bis Ende des zweiten Quartals 2018 erwarten die Experten der Bank einen Lagerabbau bei Primäraluminium, die Schwelle von 1 Million Tonnen an der LME dürfte tangiert werden.

Die Primäraluminiumpreise verzeichneten laut IKB im Februar 2018 ein Zwischenhoch aufgrund von Sorgen um mögliche Produktionsstörungen in der Golfregion. Allerdings hielt dieser Trend nicht lange. Der Kapazitätsaufbau bei Recyclingaluminium in Europa stabilisiere die regionale Marktversorgung. Zudem begrenze der hohe Lagerbestand an den Metallbörsen den Preisanstieg. Die investive Nachfrage erhöhte sich leicht: Die Zahl der Handelskontrakte stieg im Verlauf des Februar um rund 5 Prozent an, so die IKB. Bis Ende des zweiten Quartals 2018 erwartet die Bank eine Preisbewegung für Primäraluminium um die Marke von 2.150 US-$ je Tonne in einem Band von +200 US-$ je Tonne. Gegen Ende des Jahres 2018 könnte dann ein neuer Preisabschnitt beginnen: Die Marke von 2.250 US-$ je t dürfte nachhaltig überschritten werden. Die Notierung von Recyclingaluminium dürften sich um rund 250 US-$ je t unter diesen Werten bewegen.

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