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Am Standort Rackwitz investiert Hydro 11 Mio. EUR in eine dritte Strangpresse.

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Hydro investiert in weitere Strangpresse in Deutschland

Hydro investiert weiter in den deutschen Markt und installiert eine dritte Aluminium-Strangpresse in seinem Werk in Rackwitz.

Hydro investiert weiter in den deutschen Markt und installiert eine dritte Aluminium-Strangpresse in seinem Werk in Rackwitz.

Die Investition von 11 Mio. EUR wird 40 neue Arbeitsplätze schaffen und die Strangpresskapazität des Werks um 12.000 t im Jahr erhöht. Die neue Strangpresse wurde zuvor von einem konkurrierenden Unternehmen genutzt. Ihre Produktion ist für Kunden in den Marktsegmenten Bauwesen, Transport und allgemeiner Maschinenbau bestimmt.

Investition erweitert Fertigungsbereich

„Diese Investition ermöglicht es uns, unseren Fertigungsbereich zu erweitern und das Serviceniveau für unsere Kunden weiter zu verbessern – hervorragende Lieferzeiten, Lieferung zu jeder Zeit“, sagt Matthias Hellmann, der das Strangpresswerk für den Geschäftsbereich Extrusion Europe von Hydro leitet. Insgesamt sind rund 250 Mitarbeiter im Strangpresswerk Rackwitz beschäftigt.

Das Werk ist eines von vier Unternehmen in der D-A-CH-Organisation, die Extrusion-Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreut. Drei der Werke befinden sich in Deutschland, eines in Österreich. Es werden insgesamt neun Strangpressen betrieben; zwei weitere sind in Planung – eine in Rackwitz und eine in Nenzing, Österreich.

Alle Werke ASI-zertifiziert

Jedes Strangpress-Werk bietet zusätzlich mechanische Weiterbearbeitung an. Alle vier Werke sind sowohl nach dem Performance-Standard der Aluminium Stewardship Initiative als auch nach dem Chain of Custody-Standard zertifiziert.

Erst vor wenigen Wochen hatte Hydro den ersten Spatenstich für den Ausbau seines Recyclingwerks in Rackwitz gesetzt, das durch eine höhere Menge an Verbraucherschrott 25.000 t zusätzliche Schmiedebolzen liefern wird. Die Recyclinganlage liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Strangpresswerk.

Energiesparende Anlage und geringere CO2-Fußabdruck

Der größte Unterschied zwischen der neuen Presse und den beiden anderen Pressen in Rackwitz ist der geringere CO2-Fußabdruck. Der kontinuierliche Auslagerungsofen wird 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als die anderen. Darüber hinaus ist der Ofen zur Bolzenerwärmung mit einer energiesparenden Anlage ausgestattet: Die Ofenabgase werden zur Erwärmung von Wasser genutzt, das dann auf die Aluminiumstange rieselt und das Metall erwärmt.

Die Bauphase des Projekts wird noch in diesem Jahr beginnen, der Strangpressbetrieb soll Ende 2023 aufgenommen werden.