Henkel investiert in Recycling-Start-up Saperatec

Henkel investiert in Recycling-Start-up Saperatec

Henkel intensiviert seine Aktivitäten für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft durch eine strategische Beteiligung an dem Recycling-Spezialisten Saperatec.

Das Start-up hat eine neuartige patentierte Technologie entwickelt, mit der unter anderem aluminiumhaltige flexible Verbundverpackungen getrennt und wiederverwertet werden können. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit mehr als zwei Jahren auf technischer Ebene bei der Entwicklung und Weiterentwicklung recyclingfähiger Klebstofflösungen zusammen. Künftig will Henkel seinen Industriekunden im Bereich der flexiblen Verpackungen – insbesondere in der Lebensmittelindustrie – ganzheitliche effiziente Recyclinglösungen anbieten.

„Wir treiben die nachhaltige Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft konsequent voran. Die Technologie von Saperatec bietet erstmalig das Potenzial für eine effiziente Wiederverwertbarkeit von flexiblen Aluminiumverbundverpackungen“, erklärt Paolo Bavaj, Head of Corporate Venturing bei Henkel Adhesive Technologies. „Durch unsere Zusammenarbeit haben wir neue hochleistungsfähige Klebstoffe entwickelt, die mit der Saperatec-Technologie kompatibel sind. In Zukunft werden wir diese Produktpalette für flexible Verpackungen weiter ausbauen und optimieren – und damit unseren Kunden entlang der Wertschöpfungskette vor allem der Lebensmittelindustrie einen nachhaltigen und effizienten Mehrwert bieten.“

Innovative und kosteneffiziente Recycling-Technologie

Das Recyclingverfahren der 2011 in Bielefeld geründeten Saperatec GmbH zerlegt die Mehr­schicht­verbund­materialien in die einzelnen Lagen und ermöglicht eine höchstmögliche stoffliche Verwertung. Dafür betreibt das Start-up seit 2014 eine Pilotanlage, in der Flüssigkeiten auf Basis von chemisch-physikalischen Prozessen die Materialien voneinander trennen, ohne sie aufzulösen. Die einzelnen Lagen (zum Beispiel: Polyethylen, PET und Aluminium) werden im Anschluss an den Trennprozess sortiert und als hochwertige sortenreine Materialien für verschiedenste industrielle Anwendungen in die Wertschöpfungskette zurückgeführt. Mit Abschluss der Finanzierungsrunde startet das Unternehmen den Bau seiner ersten Produktionsanlage in Europa.

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