Gießerei-Industrie startet positiv ins neue Geschäftsjahr

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Der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) ist gut in das neue Geschäftsjahr 2021 gestartet.

Die neueste (achte) Befragung unter den Mitgliedern des BDG in der zweiten Januar-Woche zielte unter anderem auf die aktuelle Lagebeurteilung und die Erwartungen der Gießerei-Industrie hinsichtlich der Entwicklung im Geschäftsjahr 2021.

Gießerei-Industrie fährt Produktion im aktuellen Geschäftsjahr hoch

Wenngleich die Dynamik des Corona-bedingten Infektionsgeschehens und die damit verbundenen politischen Maßnahmen die Geschäftsaussichten für das Jahr 2021 leicht trüben, senden die Einschätzungen der deutschen Gießereien in vielerlei Hinsicht auch positive Signale, so das Resümee des BDG. So wird im Vergleich zur vorausgegangenen Umfrage der Umsatzeinbruch für 2020 als deutlich geringer eingeschätzt. Derweil zeichnet sich mehr und mehr ab, dass das Produktionsniveau des starken Jahres 2018 bereits wieder gegen Mitte 2022 erreicht wird. Wichtiger Indikator dafür: Deutschlands Gießereien visieren für das zweite Halbjahr 2021 die Normalauslastung an.

Das Hochfahren der Produktion wird trotz der zweiten Corona-Welle früher an Fahrt aufnehmen als es die bisherigen Umfragen vermuten ließen. BDG-Hauptgeschäftsführer Max Schumacher mahnt jedoch: „Diese positive Entwicklung darf nicht durch staatliche Maßnahmen belastet werden. Stattdessen muss durch die richtigen Rahmenbedingungen weiter unterstützt werden. Wir brauchen den Mut zu weiterer Entlastung, damit die notwendige nachhaltige Transformation der Wirtschaft gelingt.

Branche meldet steigende Auftragseingänge und plant zukunftsorientierte Investitionen

Grund für diese positiven Korrekturen in den Annahmen dürfte das zunehmend anziehende Auftragsgeschehen sein. Während zuletzt bereits steigende Auftragseingänge gemeldet wurden, gehen die deutschen Gießer auch in den kommenden Wochen und Monaten von einer Verfestigung dieser Entwicklung aus. Dies wird sich auch auf die Personalpolitik der Unternehmen auswirken. Nur noch etwa einem Viertel der Unternehmen befürchten, Personal weiter abbauen zu müssen. Auch der Umfang, in dem dies notwendig werden könnte, hat sich deutlich verringert. Inzwischen stellt jedes zehnte Unternehmen wieder Personal ein.

Im Zuge der hochfahrenden Produktion werden dieses Jahr Investitionen getätigt, die sich mit denen des Jahres 2019 vergleichen lassen können. Der Schwerpunkt wird dabei auf Automatisierung und Digitalisierung gelegt. Vor allem der Energieeffizienz wird bei den meisten Investitionen eine hohe Bedeutung beigemessen. Kaum verwunderlich ist, dass Kapazitätserweiterungen nur eine untergeordnete Rolle spielen werden. Obgleich die Krise die Gießereien mitunter hart getroffen hat, und Investitionen im vergangenen Jahr deutlich zurückgefahren wurden, spricht das bemerkenswert geringe Ausmaß von Liquiditätsengpässen der Branche dafür, dass die geplanten Investitionen im Jahr 2021 auf soliden Beinen stehen.

An der Befragung in der zweiten Kalenderwoche nahmen 71 deutsche Gießereien teil.

 

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