Entlastung für den Mittelstand: Gaspreis sinkt um 3,6 Prozent

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Gute Nachrichten für mittelständische Unternehmen: Die Preise für Erdgas sind in den vergangenen 6 Monaten in fast allen Netzgebieten gesunken.

Das geht aus dem aktuellen Preisvergleich des VEA hervor, der halbjährlich 50 große Netzgebiete in der Bundesrepublik untersucht. Demnach zahlen Industriekunden durchschnittlich 3,6 Prozent weniger für Erdgas als noch im Oktober des Vorjahres. Leicht gestiegen sind einzig die Preise in den Netzgebieten wesernetz mit Sitz in Bremen und Westfalen Weser Netz in Paderborn.

„Unternehmen profitieren derzeit von niedrigen Großhandelsnotierungen. Wir sind froh, dass somit eine zusätzliche Kostenbelastung – verursacht durch steigende Gaspreise –  ausbleibt“, sagt Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Die größte Preissenkung können Kunden bei Netz Leipzig verzeichnen: Sie zahlen 10,2 Prozent weniger für ihr Erdgas. Auch bei EWE Netz mit den Teilnetzen Ost und West sind die Preise um 7,8 bzw. 7,0 Prozent gesunken.

Der Preisvergleich zeigt auch, dass weiterhin große Unterschiede zwischen den einzelnen Gebieten bestehen. So müssen Kunden bei den Stadtwerken Kiel mit 3,06 Ct/kWh im teuersten Netz rund ein Siebtel mehr zahlen als im günstigsten Netz der Dortmund Netz. Durchschnittlich unterscheiden sich die Preise zwischen den Netzgebieten um 10,0 Prozent bzw. 0,27 Ct/kWh.

Die derzeit günstigsten Netzgebiete neben der Dortmund Netz sind Energienetz Bayern mit Sitz in München, wesernetz in Bremen, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg und Schwaben Netz mit Sitz in Augsburg. Die Stadtwerke Kiel Netz führen zusammen mit Netrion im Teilnetz Mannheim, Netze BW mit Sitz in Stuttgart, energis-Netz mit Sitz in Saarbrücken und Westfalen Weser Netz in Paderborn die Liste der teuersten Netzgebiete an.

Aufgrund der großen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Lieferanten, der Dynamik der sich verändernden Preise und der Vielzahl von individuellen Angeboten ist es für die Mehrzahl der Unternehmen nur mit großem Aufwand möglich, sich einen Marktüberblick zu verschaffen. „Angebote objektiv und kompetent zu bewerten, ist vor diesem Hintergrund keine leichte Aufgabe für Unternehmen – vor allem, wenn neben dem Preis noch andere Kriterien wie etwa Flexibilität bezüglich der abzunehmenden jährlichen Gasmenge oder Bonität des potenziellen Versorgers berücksichtigt werden müssen“, erklärt Stuke. Um die Möglichkeiten, die der liberalisierte Markt bietet, optimal zu nutzen, unterstützt der VEA deshalb Unternehmen bei der Ausschreibung ihres Gasbedarfs, etwa über den digitalen Marktplatz VEA-Online.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Gasnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Der Preisvergleich berücksichtigt alle Kosten außer Erdgas- und Mehrwertsteuer.

 

 

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