Der globale Konjunktureinbruch belastet Amag-Geschäft

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Der globale Konjunktureinbruch im ersten Halbjahr 2020 hat im Geschäft der Amag Austria Metall AG aus Österreich deutlich Spuren hinterlassen.

Sinkende Preise und ein Rückgang der Nachfrage nach Produkten der Amag (Primäraluminium, Gusslegierungen und Walzprodukte) infolge des globalen Konjunktureinbruchs durch die Covid-19-Pandemie schlugen sich entsprechend im Ergebnis der Amag nieder. Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der Amag, kann dem bisherigen Geschäftsverlauf dennoch auch Positives abgewinnen. „Nach einem guten Start ins Jahr 2020 äußerte sich die Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal vor allem durch Auftragsrückgänge aus dem Transportbereich. Das breit diversifizierte Produktportfolio der Amag, mit dem Fokus auf Spezialprodukte und Nachhaltigkeit, wirkt auch in Zeiten wie diesen stabilisierend. Bei schwierigen Marktbedingungen profitierten wir im zweiten Quartal 2020 vor allem von der gelungenen Anpassung der Strukturkosten an die gesunkene Auslastung“, resümiert Mayer.

Der Umsatz hat sich durch den geringeren Absatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 (203.200 nach 226.000 Tonnen im Vorjahr) sowie aufgrund des geringeren Aluminiumpreises (1.622 nach 1.850 USD/t) um 16,4 Prozent auf 463,8 Mio. EUR reduziert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug in der ersten Jahreshälfte 2020 insgesamt 59,3 Mio. EUR (-17,6%). Der Rückgang ist vor allem auf die sinkende Nachfrage zurückzuführen, insbesondere im Transportbereich in den Segmenten Walzen und Gießen. Einen positiven Effekt auf das Konzernergebnis hatte das Segment Metall durch eine stabile Produktion bei niedrigen Rohstoffkosten.

Konjunktureinbruch durch breites Produktspektrum abgefedert

Amag sieht sich strategisch sehr gut aufgestellt, nicht zuletzt dank eines sehr breit diversifizierten Produktportfolio für unterschiedlichste Branchen. Die Nachfrageentwicklung innerhalb dieser Branchen gestaltet sich durch Covid-19 jedoch sehr unterschiedlich.

Die aktuell hohen Unsicherheiten hinsichtlich des weiteren konjunkturellen Verlaufs erschweren Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr 2020 beträchtlich. Erfahrungsgemäß können zudem die Preise für Aluminium und Tonerde im Jahresverlauf hohe Volatilitäten aufweisen. Die mit 1. April 2020 eingeführte Kurzarbeitsregelung wurde in der Amag vorerst bis 30. September 2020 fixiert.

„Die gedämpfte Markterwartung, besonders in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, ändert nichts an der mittel- und langfristig positiven globalen Bedarfsentwicklung nach Aluminium. Der Nachhaltigkeitsaspekt wird beschleunigt an Bedeutung gewinnen und bietet eine vielversprechende Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung der Amag“, so Mayer.

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