Covid-19: Lieferengpässe und Absatzeinbußen für die Nichteisen-Metallindustrie

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Die konjunkturelle Lage der NE-Metallindustrie trübt sich vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus ein. Eine Mitgliederumfrage der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) ergab Ende vergangener Woche, dass gut die Hälfte der Unternehmen negativ von Covid-19 betroffen sind. Die Branche rechnet mit erheblichen Beeinträchtigungen in der Lieferkette und starken Auswirkungen auf den Absatzmarkt.

Etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen erwarten in naher Zukunft Lieferengpässe. Engpässe bei sonstigen Zulieferungen werden doppelt so oft wie bei Rohstoffen genannt. Darin kommt die enge Verflechtung der gesamten industriellen Lieferkette mit China zum Ausdruck. Für den Produktabsatz rechnet knapp die Hälfte der Befragten mit negativen Auswirkungen; etwa jeder Zehnte geht mittelfristig von einem geringeren Absatz aus. Da etwa 30 Prozent der NE-Metall-Produkte in den Transportbereich fließen, werden sich die Werksstilllegungen in der Automobilindustrie unmittelbar auf den Absatz auswirken. WVM-Präsident Roland Leder: „Wir begrüßen die Maßnahmen der Bundesregierung, um die Beschäftigung und die Existenz der Unternehmen zu sichern. Der erleichterte Bezug von Kurzarbeitergeld und die kurzfristige Liquiditätsbereitstellung durch die KfW sind wichtige Schritte.“

In der Umfrage machten die Unternehmen auch Angaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in Zeiten von Corona: Die Mehrzahl der Unternehmen hat zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Mitarbeiter zu schützen und damit die Produktion aufrecht zu erhalten. Darunter sind Reisebeschränkungen und Schulungen für die Mitarbeiter am häufigsten zu nennen. Zutrittsbeschränkungen für Lieferanten, Besucher und eigene Mitarbeiter sprechen mehr als die Hälfte der Unternehmen aus.

 

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