Audi setzt auch in Ingolstadt auf Aluminium Closed Loop

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In Neckarsulm hat Audi den Aluminium Closed Loop seit 2017 etabliert, seit Jahresbeginn wird der geschlossene Aluminiumkreislauf in Ingolstadt umgesetzt.

Mehr als 350.000 t CO2-Emissionen hat Audi seit Einführung des Aluminium Closed Loop am Standort in Neckarsulm vermieden, seit Beginn 2020 wird der geschlossene Aluminiumkreislauf auch in Ingolstadt etabliert.

Aluminium Closed Loop spart kostbare Primär-Rohstoffe

Der Einsatz von Aluminium hat bei Audi eine lange Tradition: 1994 debütierte der erste Audi A8 mit Audi Space Frame, eine Pionierleistung im Leichtbau. Auch in der inzwischen vierten Generation der Oberklasse-Limousine aus Aluminium setzt Audi das Leichtmetall in einem innovativen Multimaterial-Mix in verschiedenen Bauteilen ein. Aluminium ist in der Herstellung jedoch sehr energieintensiv. Audi führt diesen Werkstoff deshalb in einem Recyclingkreislauf. Dies spart kostbare Primär-Rohstoffe und trägt dazu bei, dass die Autos mit einer besseren Umweltbilanz in die Nutzungsphase starten. Die Presswerke in Ingolstadt und Neckarsulm verwenden wiederaufbereitetes Aluminium für Teile der Baureihen Audi A3, A4, A5, A6, A7 und A8 sowie für Teile des Audi e-tron und e-tron Sportback. Weitere Standorte sollen sukzessive folgen.

Einsparung von rund 150.000 t CO2 in 2019

Audi führte den „Aluminium Closed Loop“ bereits 2017 am Standort Neckarsulm ein. Die Aluminiumblech-Verschnitte, die im Presswerk anfallen, gehen direkt an den Lieferanten zurück. Dieser recycelt sie wieder zu Alu-Blechen gleicher Qualität, die Audi anschließend wieder in der Fertigung verwendet. Inzwischen betreibt Audi in Neckarsulm diesen Aluminium Closed Loop mit zwei Lieferanten und erhöhte so die Menge des im geschlossenen Kreislauf geführten Aluminiums. Dies ergab 2019 eine Einsparung von rund 150.000 t CO2. Das sind zwei Drittel mehr als im Jahr zuvor. Seit kurzem hat auch das Werk Ingolstadt den Aluminium Closed Loop eingeführt. Das Werk in Győr plant die Einführung für das kommende Jahr, weitere Werke und Baureihen sollen sukzessive folgen. Derzeit ist das Sekundär-Aluminium in Teilen der Karosserien von Audi A3, A4, A5, A6, A7 und A8 sowie in Teilen des Audi e-tron und e-tron Sportback integriert. „Der effiziente und sparsame Umgang mit Ressourcen ist für uns genauso wichtig wie die Verringerung unserer CO2-Emissionen“, sagt Marco Philippi, Leiter Beschaffungsstrategie, „Der Energieaufwand bei der Wiederverwertung von sekundärem Aluminium ist bis zu 95 Prozent geringer als bei der Erzeugung von Primär-Aluminium.“

CO2-Reduzierungen in Absprache mit Zulieferern

Nach Angaben von Audi vergrößert sich durch den Umstieg auf Elektromobilität der Anteil an CO₂-Emissionen, die auf die Lieferkette entfallen. Hier und in den vorgelagerten Produktionsprozessen entstehen bei Audi perspektivisch bis zum Jahr 2025 fast ein Viertel aller CO₂-Emissionen, basierend auf dem prognostizierten Flottendurchschnitt. Audi adressiert deshalb gemeinsam mit seinen Zulieferern vor allem Maßnahmen, die in dieser frühen Phase der Herstellung greifen. Bereits 2018 hat das Unternehmen ein CO2-Programm in der Lieferkette initiiert, um gemeinsam mit Zulieferern Maßnahmen für weitere CO2-Reduzierungen zu identifizieren. Chancen liegen vor allem in geschlossenen Material-Kreisläufen, der sukzessiven Erhöhung des Einsatzes von Sekundärmaterial, der Verwendung von Materialien aus Recyclingprozessen, sogenannten Rezyklaten, in Kunststoffbauteilen sowie dem Nutzen von Grünstrom. Die Umsetzung dieser Maßnahmen soll bis 2025 vollständig wirksam sein und birgt pro Auto ein Reduktionspotenzial von durchschnittlich 1,2 t CO2.

 

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