Amag steigert Absatz von Walzprodukten

Amag steigert Absatz von Walzprodukten

Die Amag Austria Metall AG hat ihren Neun-Monats-Bericht vorgelegt. Durch die Standorterweiterung der letzten Jahre konnte der Gesamtabsatz in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr auf 336.500 Tonnen (+7%) gesteigert werden. Hierdurch wurde in den Umsatzerlösen der geringere Aluminiumpreis nahezu vollständig kompensiert. Der Umsatz lag mit 821,5 Mio. Euro in etwa auf dem Niveau der Vorjahresvergleichsperiode (825,0 Mio. Euro).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich in den ersten drei Quartalen auf 109,2 Mio. Euro (-9%). Dieser Rückgang ist vor allem auf ein niedrigeres Preisniveau zurückzuführen. Positiv wirkten günstigere Rohstoffkosten und die Aufhebung der US-Importzölle auf Aluminium aus Kanada. Das Ergebnis nach Ertragsteuern reduzierte sich von 43,4 auf 30,0 Mio. Euro.
Das Segment Walzen profitierte erneut vom Mengenwachstum. Der Absatz stieg insgesamt um sechs Prozent auf 178.100 Tonnen. Insbesondere in den Bereichen Automobil und Luftfahrt waren Zuwächse zu verzeichnen.

Ausblick 2019

Die Märkte seien derzeit von einer vergleichsweise geringen Visibilität geprägt, so Amag in ihrem Bericht, bedingt vor allem durch die Handelstreitigkeiten und die Unsicherheiten für die weltweite konjunkturelle Entwicklung, insbesondere im Automobilbereich. Einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung im vierten Quartal 2019 und damit auf das Geschäftsjahr 2019 werde die weitere Preisentwicklung für Aluminium und Tonerde haben. Die Segmente Gießen und Walzen seien aktuell konjunkturbedingt in einzelnen Marktbereichen einer geringeren Nachfragetätigkeit und einem niedrigeren Preisniveau als im Vorjahr ausgesetzt.
In Summe erwartet der Vorstand für die Amag-Gruppe ein Ebitda in der Bandbreite zwischen 125 und 140 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2019.

Marktumfeld

Die Nachfrage nach Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten soll nach den jüngsten Prognosen des Marktforschungsinstituts CRU auch in den kommenden Jahren weiteres Wachstum aufweisen. Insbesondere die Nachfrage aus der Transportindustrie soll von dem steigenden Bedarf an Leichtbaulösungen mit Aluminium profitieren.
Aufgrund der Eintrübung der weltweiten Konjunktur und der Handelskonflikte wird für das Jahr 2019 eine flache Entwicklung der weltweiten Nachfrage nach Primäraluminium erwartet. Die Nachfrage nach Aluminiumwalzprodukten soll 2019 insgesamt um rund drei Prozent steigen.
Der Aluminiumpreis befindet sich im Vergleich zum vergangenen Jahr auf einem deutlich niedrigeren Niveau. In den ersten drei Quartalen 2019 lag er durchschnittlich bei 1.829 Dollar je Tonne und damit um 15 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Bei dem zur Primäraluminiumherstellung notwendigen Rohstoff Tonerde hat sich die Preissituation im Laufe des Jahres 2019 wieder normalisiert, nachdem Sondereffekte im Vorjahr einen drastischen Preisanstieg zur Folge hatten. In den ersten drei Quartalen 2019 reduzierte sich der Tonerdepreis um insgesamt 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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