Amag mit neuem Werkstoffforschungs- und Prüfzentrum

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Amag, Ranshofen, hat sein neues Werkstoffforschungs- und Prüfzentrum, das sogenannte „Center for Material Innovation“ (CMI), eröffnet.

Das neue Werkstoffforschungs- und Prüfzentrum der Amag, Hersteller von Aluminiumguss- und -walzprodukten, wurde planmäßig vom Vorstand für den regulären Betrieb eröffnet. „Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung bilden die Basis für Innovation und hochwertige Produkte und damit für den zukünftigen Erfolg der Amag. Die Amag setzt damit ein klares Zeichen für den Markt und die Kunden aus den unterschiedlichen Industrien. Wir setzen als Premiumlieferant noch stärker als bisher auf Innovation und höchste Qualität. Das zeigen wir auch in einem Feuerwerk an neuen Produkten im Jahr 2020“, so der Amag-Vorstandsvorsitzende Gerald Mayer.

Neues Werkstoffforschungs- und Prüfzentrum bietet breites Spektrum an Technologien und Verfahren

Im neuen Forschungszentrum steht ein breites Spektrum an Forschungseinrichtungen und Prüftechnologien und eine Vielzahl von akkreditierten Prüfverfahren zur Verfügung. Die Akkreditierung ist die formelle Anerkennung durch eine nationale Akkreditierungsstelle, dass die geltenden Anforderungen an Qualifikation und Ausstattung erfüllt sind. Auf dieser Basis bietet das neue Labor eine Vielzahl an Prüfleistungen auch für externe Kunden an.

Erster Erfolg: Zertifizierung nach Nadcap

In diesem Lichte ist ein erster wichtiger Erfolg bereits für die Amag-Luftfahrtprodukte gelungen: Die neue Probenfertigung und Werkstoffprüfung konnte nach dem international führenden Industriestandard Nadcap (National Aerospace and Defense Contractors Accreditation Program) zertifiziert werden. Dabei handelt es sich um eine herausfordernde technische Bewertung der Erfüllung von Kundenanforderungen und Industriestandards in der Luft- und Raumfahrt. Nur die besten Unternehmen in der Lieferkette der globalen Luft- und Rahmfahrtindustrie erhalten diese Akkreditierung.

Innovationsbeschleuniger

„Das neue CMI verstehen wir als Innovationsbeschleuniger, der deutlich signalisieren soll, dass wir es mit der strategischen Positionierung der Amag als Premiumlieferant mit hohen Ansprüchen an Innovationskraft und partnerschaftliche, kundenorientierte Forschungstätigkeit ernst meinen. Mit dem neuen Forschungszentrum CMI ist es in architektonisch ansprechender Form gelungen, den notwendigen Raum für Forschungsinfrastruktur und Denkarbeit zu schaffen“, so Amag-Technikvorstand Helmut Kaufmann.

Die Haupteinrichtungen des CMI sind:

  • Umformlabor für die Durchführung komplexer 3-dimensionaler Blechumformungen sowie die Produkt- und Verfahrensentwicklung in einem Versuchswalzgerüst im Labormaßstab
  • Wärmebehandlungslabor
  • Mechanische Werkstoffprüfung (Zug- und Druckversuche, Härte- und Biegeprüfung)
  • Metallografie zur Untersuchung der Metallstruktur mit Hilfe mikroskopischer Verfahren
  • Oberflächentechnologie mit den Schwerpunkten Anodisieren, Beizen, Glänzen, Passivieren, Kleben und Korrosion
  • Labor für Öl- und Emulsionsanalytik sowie ein neues Labor für Wasseranalytik
  • Umweltmesstechnik mit Schwerpunkt Emissionsanalyse
  • Akkreditierte Prüfstelle in den Bereichen Metallografie, Oberfläche, chemische Analytik und Materialprüfung mit 57 akkreditierten Prüfverfahren

Zur Architektur des CMI

Das mehr als 75 Jahre alte Gebäude ist nach seinem Umbau kaum mehr wiederzuerkennen. Das gilt sowohl für die moderne technische Infrastruktur und das kreativitätsfördernde Umfeld im Inneren als auch für das futuristische äußere Erscheinungsbild mit zahlreichen Aluminiumelementen aus der werkseigenen Produktion. Die modernen Büroräumlichkeiten wurden auf die unterschiedlichen und teilweise auch speziellen Anforderungen des Forschungsbetriebs abgestimmt. Außerdem wurden neue Besprechungs- und Publikationsräume geschaffen und eine Bibliothek eingerichtet. Hier kann konzentriert an Publikationen und Forschungsberichten gearbeitet werden. Durch ansprechende grafische Gestaltung wurden somit Räume für nahezu grenzenlose Kreativität geschaffen. Im CMI arbeiten rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eng mit den Technologieabteilungen und den Produktionsbereichen der Gießerei und des Walzwerks zusammenarbeiten.

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