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Die Versorgung mit Windenergie ist neben dem Einsatz von Recyclingmaterial ein wichtiger Eckpfeiler von Alunorf auf dem Weg zu einer kohlenstoffarmen Produktion.

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Alunorf schließt Liefervertrag über Bezug von Windenergie

Die Aluminium Norf GmbH (Alunorf) wird 2022 Windenergie aus fünf nordrhein-westfälischen Windparks beziehen.

Die Aluminium Norf GmbH (Alunorf) wird 2022 Windenergie aus fünf nordrhein-westfälischen Windparks beziehen.

Dazu hat das Neusser Walzwerk einen Liefervertrag mit dem Energieunternehmen Engie abgeschlossen. Je nach Windaufkommen und Leistung der Anlagen werden rund 28 Mio. kWh abgerufen. Mit dieser Menge lassen sich unter anderem vier Induktionsöfen zum Schmelzen von Aluminiumspänen betreiben, die hauptsächlich für Dosenmaterial im Einsatz sind. Für das größte Aluminiumschmelz- und Walzwerk der Welt ist der Einstieg in die Windenergie ein weiterer Schritt, um seinen CO2-Fußabdruck zu senken.

Windenergie ein weiterer Eckstein auf dem Weg zur kohlenstoffarmen Produktion

Bis zu 30 % weniger CO2 gegenüber 2015 will die Alunorf bis 2026 ausstoßen – und hat dies auch als Kernziel in ihrer Unternehmensstrategie verankert. „Aluminium ist ein unverzichtbarer Grundstoff für die Energie- und Mobilitätswende. Aus Vormaterial, das in Norf gegossen wird, werden unter anderem leichte Karosserieteile und Batteriefolien oder Bestandteile von Windrädern und Fotovoltaikanlagen hergestellt. Wir sehen uns in der Verantwortung, das benötigte Aluminium so ressourcenschonend wie möglich herzustellen“, sagt der kaufmännischer Geschäftsführer Oliver Hommel.

Der entscheidende Hebel hierfür ist das Recycling. Hier hat die Alunorf mit Investitionen in ein intelligentes Logistik- und Chargiersystem  und einen dritten Recyclingofen zuletzt wichtige Ecksteine gesetzt. „Als energieintensives Industrieunternehmen setzen wir uns ebenso mit Alternativen bei der Stromversorgung oder auch zu Gas als Energiequelle für Öfen auseinander“, so Hommel.

Bestehende Kapazitäten für nachhaltige Energie in der Region erhalten

Jetzt in die Versorgung mit Windenergie einzusteigen, lag für die Alunorf auf der Hand: Die Windparks in Krefeld, Viersen, Düren und Baesweiler liefen bis vor kurzem unter der EEG-Förderung. Da diese ausgelaufen ist, standen die Kapazitäten zur Verfügung. „Uns war wichtig, auf Anlagen in der Umgebung zu setzen, um die Ressourcen für grüne Energie in der Region zu erhalten“, so Hommel.

„Die angepeilte Liefermenge über den Zeitraum von einem Jahr eignet sich sehr gut, um Windstrom kurzfristig in unser bestehendes Portfolio einzubauen. 2022 werden wir prüfen, wie das Produkt zu unserem Bedarf passt und wie sich Schwankungen in der Versorgung auswirken. Diese Erfahrungen werden wir nutzen, um eine Strategie aufzubauen, wie wir den Anteil an erneuerbaren Energien in unserem Stromportfolio kontinuierlich und nachhaltig ausbauen können“, führt er weiter aus.

„Wir freuen uns, dass wir Alunorf auf dem Weg zur Erreichung ihrer CO2-Ziele mit einem grünen Stromliefervertrag begleiten dürfen. Power Purchase Agreements sind mit Blick auf die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit eine hervorragende Möglichkeit, CO2 einzusparen. Als energieintensives und lokal verwurzeltes Produktionsunternehmen hat Alunorf besondere Bedürfnisse, die wir als Energiemanager bei der Ausgestaltung des PPA umfassend berücksichtigt haben, um die beste Lösung zu finden“, sagt Julia Schlafmann, Senior Originator bei Engie.