Aluminiumindustrie begrüßt schnelle Staatshilfen

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Die Aluminiumindustrie spürt den dramatischen Einbruch der deutschen und europäischen Industriekonjunktur. In einer adhoc-Umfrage des Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) gaben 80 % der befragten Unternehmen an, dass Auftragseingänge und Abrufzahlen aus der Automobilindustrie stark rückläufig und teilweise vollständig zum Erliegen gekommen sind.

Bereits jetzt machen sich Produktionsbehinderungen deutlich bemerkbar: 50 % der Befragten sehen vor allem die Logistik als Belastung für die eigene Fertigung. 46 % berichten über einen Mangel bei den Auftragseingängen und rund 44 % geben eine Behinderung der Produktion durch einen erhöhten Krankenstand an. Rund die Hälfte der Befragten hat laut Umfrage Kurzarbeit bereits begonnen oder kurzfristig geplant.

Aluminiumindustrie mahnt: "Lieferketten erhalten"

Eine Sonderentwicklung verzeichnet der Verpackungssektor für Lebensmittel und Pharmazieprodukte. Die Hälfte der Unternehmen berichten von steigenden Bestellungen und Abrufen, die andere Hälfte blickt auf eine stabile Nachfrage. „Es kommt nun entscheidend darauf an, die Lieferketten in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Ohne die Metallerzeugung, die Herstellung von Halbzeugen, dem Recycling inklusive der Prozessschrotte, funktionieren diese hoch relevanten Ketten nicht mehr“, sagte Marius Baader, Geschäftsführer des GDA.

Der GDA hat mit anderen Verbänden der NE-Metallindustrie (WV Metalle, BDGuss, GDB) wirtschaftspolitische Maßnahmen formuliert, die den Besonderheiten der Branche Rechnung trägt. „Die schnelle Einführung der staatlichen Hilfsprogramme begrüßen wir sehr. Darüber hinaus sind aber Fragen wie flexible Regelungen des Arbeitszeitgesetzes, Anpassungen von Fristen im Umwelt- und Energierecht und ungehinderter Güterverkehr in Europa für unsere Unternehmen aktuell ebenso überlebenswichtig“, sagte Marius Baader weiter.

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