Aluminium Rheinfelden trauert um Gründer Alois Franke

Aluminium Rheinfelden trauert um Gründer Alois Franke

Der Gründer und Gesellschafter der Aluminium Rheinfelden, Alois Franke, ist vor wenigen Tagen nach längerer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben.

Schon zuvor hatte Franke die Geschäftsführung in die Hände seiner Tochter Erika Zender gegeben. „Wir alle, Familie und Unternehmen, sind tief betroffen vom Tod unseres Vaters und Unternehmensgründers Dr. Franke“, sagt Erika Zender. „Mein Vater hat sich große Verdienste erworben und Aluminium Rheinfelden zu einem international anerkannten Lösungsanbieter für Speziallegierungen, Halbzeuge und Söderberg Massen gemacht. Dafür gebührt ihm unsere tiefe Anerkennung und großer Dank“, betont die Geschäftsführerin. Nach vorne blickend seien durch die rechtzeitige Stabsübergabe an die zweite Generation Stabilität und Kontinuität gewahrt, so Zender. „Mein Management-Team und ich setzen alles daran, Aluminium Rheinfelden aufbauend auf den Leistungen unseres Gründers in eine prosperierende Zukunft zu führen.“

Das Jahr 1993 war für die Stadt Rheinfelden und die damals ansässige Alusuisse ein Schicksalsjahr. Die einstmals führende Aluminiumhütte, in der die europäische Geschichte der industriellen Aluminiumproduktion im 19. Jahrhundert begann, stand vor dem Aus. Die hohen Energiepreise in der Region führten zur Unwirtschaftlichkeit, sodass die damaligen Eigentümer die Produktion drosselten und schließlich den Standort ganz aufgeben wollten. Nur dem beherzten Einsatz von Alois Franke, der damals 53 Jahre alt war, war es zu verdanken, dass es dazu nicht kam. Er kaufte die zukunftsfähigen Teile des Unternehmens – die Rohstoffveredlung mit Speziallegierungen, Halbzeugen und Söderberg Massen – aus, gründete damit die Aluminium Rheinfelden und rettete so 300 Arbeitsplätze.

Seitdem hat sich das Unternehmen ständig weiterentwickelt und in der Aluminiumindustrie ein Renommee als führender Anbieter innovativer Legierungen erarbeitet. Aluminium Rheinfelden hat so dazu beigetragen, dass sich der Rohstoff Aluminium heute in vielen Anwendungen etwa in Fahrzeugen findet. „Das Wissen, das wir in unserem Unternehmen zu den Rohstoffen Aluminium und Kohlenstoff erarbeitet haben, dürfte weltweit beachtlich sein“, erklärt Zender.

Darauf will die neue Unternehmenslenkerin mit ihrem Management-Team aufbauen. „Der Rohstoff Aluminium hat zahlreiche Vorteile“, sagt Zender und verweist auf das geringe Gewicht, die gute Verarbeitbarkeit sowie die problemlose Wiederverwertbarkeit, die das Leichtmetall in vielen Anwendungen gegenüber Stahl oder Kunststoff zum bevorzugten Material machen. „Die Erfolgsgeschichte von Aluminium steht immer noch am Anfang“, ist sich Zender sicher: „Dieses Potenzial zur Geltung zu bringen und damit auch Aluminium Rheinfelden in die nächste Phase der Unternehmensentwicklung zu führen, sehe ich als Verpflichtung gegenüber der Region, unseren Mitarbeitenden und nicht zuletzt gegenüber unserem Gründer.“

Im digitalen Kondolenzbuch unter www.alurheinfelden.com können Trauernde ihre Anteilnahme ausdrücken.

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