Capital Markets Day: Hydro hält Kurs

Capital Markets Day: Hydro hält Kurs

Der norwegische Aluminiumkonzern Hydro hält an seiner Strategie fest, sich in der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette weiter zu verbessern und zu wachsen. Auf der diesjährigen Investoren-Veranstaltung „Capital Markets Day“ Ende November in London hat der Vorstandsvorsitzende Svein Richard Brandtzæg die strategische Ausrichtung und Leistung des Unternehmens präsentiert, unter anderem ein Update zur Lage bei Alunorte, Details zu den Marktaussichten für 2019 und darüber hinaus.

Nach dem vollständigen Erwerb des Strangpressunternehmens Sapa und dessen Integration in Hydro, „bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass die integrierte Wertschöpfungskette der richtige Weg ist, um das Motto Better, Bigger, Greener einzulösen. Der positive langfristige Trend des weltweit verstärkten Einsatzes von Aluminium in modernen Produkten und Lösungen ist für uns sehr ermutigend“, sagte Brandtzæg.

Derzeit arbeite Hydro auf Hochtouren, um den vollen Betrieb von Alunorte wieder aufzunehmen, nachdem die brasilianischen Aluminiumoxid-Raffinerie neun Monate lang mit halber Produktionskapazität gelaufen ist. Man arbeite mit den Behörden zusammen, um zur Vollproduktion „unter Nutzung der besten verfügbaren Technologien“ zurückkehren zu können.

Aluminium bleibe eines der am schnellsten wachsenden Basismetalle der Welt. Die weltweite Nachfrage nach Primäraluminium wird laut Hydro 2019 voraussichtlich um 2-3 Prozent wachsen, wobei das Defizit auf dem globalen Primärmarkt weiter anhält. In den kommenden zehn Jahren werde die Nachfrage voraussichtlich ebenfalls in dieser Größenordnung steigen, wobei die Zunahme des globalen Bedarfs an Halbzeugen in diesem Zeitraum auf drei Prozent und an Recyclingprodukten auf 3-4 Prozent pro Jahr geschätzt wird. Aluminium sei ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer CO2-armen Kreislaufwirtschaft.

Im Konzern gäbe es zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Vorhaben, darunter die hoch energieeffiziente technologische Pilotanlage im norwegischen Karmøy, die neue Automobillinie in Grevenbroich für Karosseriebleche aus Aluminium und die kontinuierlichen Verbesserungen im Bereich Extruded Solutions / Strangpresslösungen. Die Integration dieses Geschäftsfeldes verlaufe planmäßig, sagte Brandtzæg, und werde voraussichtlich Synergien in Höhe von 200 Mio. norwegischen Kronen (20 Mio. Euro) erbringen, die Hälfte davon bereits 2018 realisiert. Aufgrund der Situation bei Alunorte werde das „Besser“-Programm jedoch nicht die geplanten Kosteneinsparungen von 3,0 Mrd. NOK über einen Zeitraum von vier Jahren bis Ende 2019 erreichen.

Hydro werde seinen Aktionären weiterhin wettbewerbsfähige Renditen sichern. An der Dividendenausschüttung von 40 Prozent des Nettogewinns im Laufe des Gewinnzeitraums werde festgehalten; 1,25 NOK je Aktie wird als Mindestpreis erachtet. Die Erhaltungsinvestitionen belaufen sich im Zeitraum 2018-21 voraussichtlich auf 6,5-7,0 Mrd. NOK, einschließlich der Investitionen zur Verbesserung der Stabilität bei Alunorte. Insgesamt werden für 2019 Investitionen in Höhe rund 10 Mrd. NOK angepeilt.

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