VDM-Geschäftsklimaindex: Die deutsche Wirtschaft wächst langsamer

VDM-Geschäftsklimaindex: Die deutsche Wirtschaft wächst langsamer

Die deutsche Wirtschaft wächst langsamer. Dies zeigt der aktuelle Geschäftsklimaindex des Verbands Deutscher Metallhändler (VDM) im vierten Quartal 2018. Mit 85,2 Indexpunkten liegt der Wirtschaftsindikator damit rund vier Indexpunkte hinter dem Wert des letzten Quartals.

Die vom VDM vorgenommene Umfrage innerhalb der NE-Metallwirtschaft kann insgesamt durchaus als Frühindikator für die gesamtdeutsche Wirtschaft gelten. So sind ohne die Nachfrage nach Metallen kaum Produktionen und Investitionen in der Industrie zu tätigen. Umgekehrt wird ohne die NE-Metalle als Rohstoffe nur langsameres Wachstum generiert. Bestätigt wird dies dadurch, dass sich das Geschäftsklima der Metallwirtschaft immer etwas früher, aber in die gleiche Richtung zu den späteren Indizes der nahen Automobil- und Baubranche bewegt.

„Die Unternehmen sind stark und gesund aufgestellt. Einzig: Es gibt eine Reihe unsicherer äußerer Faktoren, die die Aussichten beeinflussen“, betont VDM-Hauptgeschäftsführer Ralf Schmitz. So spiele die Abnahme von Exporten zu EU-Partnern ebenso wie die US-Handelspolitik, das chinesische Wirtschaftsprogramm oder auch die Kursentwicklungen der türkischen Lira eine Rolle für die leicht getrübten Geschäftsaussichten.

Hinzu kommen nationale Aspekte, die die deutsche Metallwirtschaft in ihrer Marktübersicht mit einbezieht. Insbesondere das Fehlen von geeignetem Fachkräftenachwuchs und die damit einhergehende Sorge vor Engpässen trübt die Geschäftsaussichten.

Mit Blick auf die Metalle und ihre Preise gehen die befragten Unternehmen von einer gleichbleibend guten Marktversorgung aus. Bei Kupfer und Zinn werden steigende Notierungen erwartet.

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