US-Strafzölle treffen Amag

US-Strafzölle treffen Amag

Nach der Ankündigung von Strafzöllen von 10 Prozent auf Aluminiumimporte durch die USA erwartet die österreichische Amag 2018 einen negativen Ergebniseffekt. „Die USA sind seit vielen Jahren ein wichtiger Absatzmarkt für unsere Produkte. Wir haben die Entscheidung der US-Administration zur Kenntnis zu nehmen, welche sich auf das diesjährige Geschäftsergebnis der AMAG aus heutiger Sicht im mittleren einstelligen Millionen Euro Bereich auswirken wird. Für den kanadischen Teil der AMAG Produktion werden nach aktueller Einschätzung aufgrund der vorerst definierten Ausnahmen keine Auswirkungen erwartet. Mittelfristig sind die Chancen und Risiken aus der Reaktion der Handelspartner der USA und allfälligen Änderungen von Warenströmen im Auge zu behalten“, so Helmut Wieser, CEO der AMAG Austria Metall AG.

Amag Geschäft in den USA

Amag hat am Standort Ranshofen in den Ausbau der Walzkapazitäten investiert. Ein Teil des geplanten Absatzwachstums auf über 300.000 Tonnen Walzprodukte soll in den USA stattfinden. Für 2018 wird ein US-Absatz von rund 35.000 Tonnen Walzprodukte erwartet. Die Amag ist darüber hinaus zu 20 Prozent an der kanadischen Elektrolyse Alouette beteiligt. Der Amag-Produktionsanteil von rund 120.000 Tonnen Primäraluminium wird annähernd zur Gänze in die USA exportiert.

USA ist Nettoimporteur von Aluminium

Der Verbrauch für Primäraluminium lag im Jahr 2017 in den USA  bei 5,4 Mio. Tonnen bei einer Produktion von 0,7 Mio. Tonnen. Die Differenz von 4,7 Mio. Tonnen (oder 87 Prozent des Inlandsverbrauchs) wurde durch Importe abgedeckt. Die USA importierten 2017 rund 1,1 Mio. Tonnen Walzprodukte (455.000 Tonnen oder 40 Prozent aus China, 164.000 Tonnen oder 14 Prozent aus der EU). Der Export an Walzprodukten 2017 betrug rund 850.000 Tonnen, der Großteil davon ging nach Kanada und Mexiko, rund 50.000 Tonnen in die EU. Die USA waren 2017 somit auch im Bereich Walzprodukte mit 250.000 Tonnen Nettoimporteur.

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