05. Oktober 2017 |

Nachhaltige Oberflächenbehandlung von Karosserien bei Audi

Henkel hat in Kooperation mit Audi einen Vorbehandlungsprozess für Fahrzeugkarosserien entwickelt, der überragenden Korrosionsschutz bietet. Der patentierte Zwei-Stufen-Prozess ermöglicht die Oberflächenbehandlung von Multi-Metall-Karosserien mit einem Aluminiumanteil von bis zu 100 Prozent.

Patentierter Bonderite Zwei-Stufen-Prozess von Henkel zur Oberflächenbehandlung von Karosserien bei Audi. (Foto: Henkel)

Das zuvor gängige Verfahren, die Zink-Phosphatierung, führt bei steigendem Anteil von Aluminium an Mischkarosserien dazu, dass sich die Menge an Abfallprodukten erhöht. Diese lassen sich nur mit großem Aufwand aus dem Vorbehandlungsbad und von den Oberflächen, die darin behandelt werden, entfernen.

Im Bonderite Zwei-Stufen-Prozess werden die Stahl- und Aluminiumkomponenten einer Karosserie aufgrund ihrer unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit in zwei Schritten vorbehandelt. Damit kann mehr Aluminium eingesetzt werden und die Nachteile des bisherigen Verfahrens werden reduziert: Energieverbrauch und Chemikalieneinsatz im Prozess sinken. Auch der Wartungsaufwand, die damit verbundenen Stillstandszeiten und die Abfallmengen werden reduziert.

Audi war das erste Unternehmen, das dieses Verfahren in seine Prozesse integriert hat. Der Zwei-Stufen-Prozess ist inzwischen zum globalen Standard für die Vorbehandlung von Karosserien mit hohem Aluminiumanteil geworden und kommt bei führenden Automobilherstellern in aller Welt zum Einsatz.

 




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