07. Februar 2018 | Branche, Anwendungen, Daten/Fakten

Gute Stimmung im Metallhandwerk

Zum Ende des Jahres 2017 ist die Stimmung im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk von weitgehender Stabilität gekennzeichnet. Annähernd zwei von drei Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage als gut oder besser ein, lediglich jedes fünfzigste Unternehmen beschreibt sie als mangelhaft oder schlechter. Der Auftragsbestand beträgt stabil neun Wochen. Die Mehrzahl der Unternehmen rechnet auch für das Jahr 2018 mit einer weiterhin guten wirtschaftlichen Entwicklung.

Der Auftragsbestand im NRW-Metallhandwerk beträgt stabil neun Wochen. (Foto: ASP)

Nicht ungewöhnlich zum Jahreswechsel: Die Investitionsneigung ist angesichts der guten Aussichten vergleichsweise hoch. Fast zweidrittel der Metaller wollen im laufenden Jahr in ihre Unternehmen investieren. Maschinen und Anlagen stehen ebenso in den Plänen, wie neue Produktions- und Bürogebäude. Die Digitalisierung spielt bei den geplanten Investitionen sowohl im Bereich Personal als auch auf Soft- und Hardwareebene eine große Rolle.

Leicht verschärft zum Vorquartal hat sich die Lage beim Fachkräftemangel. Annähernd drei von vier Unternehmen sehen hierin eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Monate. In seiner Bedeutung verloren hat der Preiswettbewerb. Lediglich knapp 20 % der befragten Unternehmen sehen diese Entwicklung mit zunehmender Sorge. Dabei werden im Metallhandwerk durchschnittlich Preise je Facharbeiterstunde in Höhe von 50 EURO realisiert, für die Maschinenstunde von 65 EURO. Die Kosten der Vorleistungen für metallhandwerkliche Unternehmen belasten bei hohen Auslastungsgraden die Erträge der Unternehmen. Das beschreiben fast 40 % der befragten Unternehmen.

„Auch wenn das nordrhein-westfälische Metallhandwerk nicht einen Stimmungsrekord nach dem anderen vermelden kann, so lässt es sich in seiner Vielschichtigkeit auch nicht von der allgemein guten Entwicklung abhängen“, so Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW. „Leider bremst der Fachkräftemangel manche Unternehmen in ihrer Entwicklung. Zudem tragen steigende Preise bei Vorleistungen und Materialien gepaart mit einem auch bei hohen Auslastungen zu beobachtenden Preiswettbewerb auf den Absatzmärkten nicht zu einer besseren Ertragslage bei. Die Digitalisierung – zunächst einmal eine Investition – belastet zusätzlich die Ertragsstärke der Unternehmen.“




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