12. Februar 2018 | Branche, Technologie

Aludium Amorebieta bestellt Mehrkammer-Schmelzofen bei Hertwich Engineering

Das Aluminium-Walzwerk im spanischen Amorebieta, das seit 2015 als Aludium (www.aludium.com) firmiert, hat bei Hertwich Engineering einen Mehrkammer-Schmelzofen Ecomelt-PS275 mit Vorwärmschacht für saubere und verunreinigte Schrotte bestellt. Mit dieser Investition stellt sich das Werk auf den wachsenden Anteil von Rücklaufmaterial ein. Der neue Schmelzofen wird im Frühjahr 2019 den Betrieb aufnehmen.

Mehrkammer-Schmelzofen Ecomelt-PS (Foto: Hertwich)

Zum Werk Amorebieta gehört neben den Warm- und Kaltwalzkapazitäten sowie der Bandveredelung auch eine Gießerei für Walzbarren. Entgegen dem allgemeinen Markttrend in Richtung Automotive und Aerospace sieht man hier den strategischen Schwerpunkt in den Sektoren Bauwesen, Distribution und Spezialitäten.

Um in der Gießerei den wachsenden Anteil an Rücklaufschrotten effektiv und wirtschaftlich verarbeiten zu können, wird die Schmelzkapazität durch einen modernen Mehrkammer-Schmelzofens Typ Ecomelt-PS275 erweitert. Der Durchsatz beträgt dabei 275 Tonnen täglich. Geschmolzen werden vor allem lose und paketierte Band- oder Folienschrotte, Coils, Draht, die durch Öle, Lacke, Kunststoffreste, Gummi oder andere Beschichtungen verunreinigt sind.

Der von Aludium Amorebieta bestellte Ofen vom Typ PS ist für die am stärksten verunreinigten Schrotte geeignet. Er ist mit einem Vorwärmschacht ausgestattet, in den die Schrotte durch eine Schleuse von oben aufgegeben werden. Die Heißgase durchströmen das Chargiergut im Schacht von unten nach oben, wobei die entstehenden Schwelgase in der Hauptkammer mit verbrannt werden. Durch Nutzung von Schwelgasen und die fortschrittliche Ofenkonstruktion kann der Gasverbrauch auf 300 kWh je Tonne (abhängig vom Schrotteinsatz) gesenkt werden.

Eine externe Nachverbrennung ist nicht erforderlich, da sämtliche entstehenden Pyrolysegase in der Hauptkammer kontrolliert verbrannt werden. Am unteren Schachtende taucht das komplett vorgewärmte und abgeschwelte Material in das mittels Flüssigmetallpumpe bewegte Schmelzbad ein und wird sofort mit sehr geringem Abbrand aufgeschmolzen.

Als weitere Besonderheit besitzt der Schmelzofen eine getrennte Aufgabe für Frässpäne, die sofort nach der Bearbeitung der Walzbarren dem Ofen zugeführt und ebenfalls im Tauchschmelzverfahren mit größtmöglicher Ausbeute eingeschmolzen werden.

 




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