26. September 2017 | Branche, Technologie, Anwendungen

Benseler auf dem Weg zu Industrie 4.0

Industrie 4.0 bedeutet im Kern die technische Integration von sogenannten cyberphysikalischen Systemen in Produktion und Logistik sowie das Anwenden des Internet der Dinge und Dienste (IoT/IoS) in industriellen Prozessen. Um die aus der Verschmelzung der virtuell-digitalen mit der analogen Fertigungswelt entstehenden Möglichkeiten nutzen zu können, bedarf es allerdings einer soliden IT-Grundlage mit zuverlässigen Werkzeugen. Die hat die Benseler Firmengruppe mit einem neuen, einheitlichen ERP-System und dem Softwaretool Benseler Produktion“ geschaffen.

Flexibilität und Produktivität in der Fertigung: Vor dieser grundlegenden Herausforderung steht Benseler aktuell genauso wie viele andere Unternehmen auch, wenn es um das Thema Zukunftsfähigkeit geht. Vernetzung und Transparenz sind dabei die Stichwörter der Stunde. Ein entscheidendes Kriterium: Relevante Informationen und Daten müssen den Mitarbeitern direkt am jeweiligen Arbeitsplatz in Echtzeit zur Verfügung stehen.

Die Grundlage dafür haben die IT-Verantwortlichen der Benseler-Firmengruppe in den vergangenen zwei Jahren mit der Implementierung eines gruppenübergreifenden, einheitlichen ERP-Systems geschaffen. Keine Selbstverständlichkeit, denn „wir hatten aufgrund unserer Historie unternehmensweit mehr und mehr Systeminseln, für die keine regelmäßigen Updates, geschweige denn eine tragfähige Weiterentwicklung für künftige Geschäftsmodelle oder Produktionsanforderungen möglich waren“, erklärt Reiner Hensler, Leiter IT und Organisation der Benseler-Firmengruppe. Während der jüngst abgeschlossenen Installierung des ERP-Systems  Microsoft DynamicsTM NAV, bei der das Systemhaus markmann + müller Datensysteme GmbH die Benseler-Firmengruppe unterstützt hat, wurden denn auch gleich die Prozesse an den sieben Unternehmensstandorten in Deutschland optimiert. Und zwar in allen Bereichen – vom Einkauf über die Finanzbuchhaltung, Arbeitsvorbereitung, Fertigung und den Vertrieb bis hin zur Logistik.

Auf dieser einheitlichen, alle Abteilungen und Werke umfassenden IT-Struktur setzt nun das Softwaretool „BenselerProduktion“ auf. „Dieses Tool ist ein Modul unserer ‚ Benseler 4.0‘-Strategie und vernetzt ganz im Sinne von Industrie 4.0 die an der Wertschöpfung beteiligten Systeme bzw. Ebenen“, so Hensler, „also etwa Arbeitsplätze und User mit ihren jeweiligen Berechtigungen, das Dokumentenmanagementsystem, die Anlagensteuerung sowie das Fahrerlose Transportsystem im Werk II am Standort Bogen und künftig auch das Staplerterminal, um nur einige zu nennen.“ Damit stehen jetzt alle für einen Auftrag relevanten Informationen sofort per Tasten- oder Mausklick zur Verfügung – von der Arbeits- und Verpackungsanweisung über die spezifischen Fertigungsparameter bis hin zum Fahrauftrag für die Gabelstapler. „Umgekehrt fließen über ‚Benseler Produktion‘ konstant die aktuellen Daten wie eventuelle Fehlermeldungen und die Zahl bereits bearbeiteter Bauteile aus dem Produktionsprozess an einer zentralen Stelle zusammen, sodass wir in jedem Moment exakt wissen, wie der Status quo des jeweiligen Auftrags ist“, sagt Hensler. In Zeiten, in denen nicht zuletzt mit Blick auf Qualität und kontrollierbare Materialflüsse vom Werkstoff bis hin zum fertigen Produkt größtmögliche Transparenz gefordert wird, ein großes Plus auch für die Kunden des Oberflächenspezialisten.

Alles im Blick: Mit „Benseler Produktion“ stehen alle für einen Auftrag relevanten Informationen sofort per Tasten- oder Mausklick zur Verfügung – von der Arbeits- und Verpackungsanweisung bis hin zu spezifischen Fertigungsparameter. (Foto: Benseler)



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