07. Dezember 2017 | Branche, Daten/Fakten

Hueck fokussiert auf profitable nationale und internationale Geschäftsbereiche

Konzentration auf das Bewährte stärken, stetige Optimierung und stringente Produktentwicklung – so will das traditionsreiche Aluminiumsystemhaus Hueck seine Marktanteile in den kommenden Jahren deutlich steigern. „Hueck hat ein gigantisches Potential – jetzt muss die Kraft auf die Straße“, sagte Hueck Geschäftsführer Thomas Polonyi in der Lüdenscheider Unternehmenszentrale. Gemeinsam mit dem neuen nationalen Vertriebsleiter für Standardsysteme Bernd Durner stellte er dort im Gespräch mit Fachjournalisten die aktuelle Unternehmensstrategie und die mittelfristigen Ziele vor.

Thomas Polonyi, Geschäftsführer der Eduard Hueck GmbH & Co. KG (Foto: Hueck)

„Bei Hueck herrscht Aufbruchstimmung“, konstatierte Polonyi. Bei seinem Antritt im Mai 2017 habe er bei Hueck ein hochmotiviertes Team, sehr gute Produkte und zufriedene Kunden vorgefunden. „Bei meinen zahlreichen Kundenbesuchen in den vergangenen Monaten habe ich ein sehr positives Feedback bekommen“, berichtete er. Und doch müsse sich Hueck noch mehr mit den Kunden beschäftigen, weniger mit internen Belangen. „Deshalb schauen wir hier im Unternehmen gerade unter jeder Fußmatte nach, um Verbesserungspotential zu lokalisieren, Abläufe zu vereinfachen und Prozesse konsequent zu optimieren.“ Dabei will Hueck sich den Vorteil der großen Produktionstiefe mit eigener Gießerei und Presswerk am Standort Lüdenscheid intensiv zu Nutze machen. „Unser Vorteil sind hier nicht nur die kurzen Wege, sondern auch die Kontrolle über die Qualität der Legierungen und das Recycling mit den entsprechenden Zertifikaten“, so Polonyi.

Ein Kernstück der neuen Strategie ist die Fokussierung auf das wachstumsträchtige Standardsystem-Geschäft in Deutschland. „Hueck ist eine enorm starke Marke“, erklärte Bernd Durner, der bei Hueck seit Oktober den neuen Bereich „Vertrieb Standard National“ verantwortet. Jetzt wolle sich Hueck hier einen deutlich größeren Marktanteil erobern. „Das Objektgeschäft bleibt natürlich ein wichtiges Standbein. Dieses Marktsegment wird auch weiterhin ein Teil der Strategie sein.“ Auch international wird sich Hueck in Zukunft auf die erfolgreichen Märkte und Niederlassungen in Zentraleuropa, UK, Skandinavien sowie dem Mittleren Osten und China konzentrieren. „Wir wollen nicht die Weltkarte mit unseren Fähnchen schmücken, sondern die Märkte ausbauen, in denen wir schon gut vertreten sind.“

Bei der Kundenbetreuung legt Durner Wert auf den persönlichen Kontakt: Flächendeckend sind in Deutschland Außendienst-Mitarbeiter, Architektenberater und Produkttrainer für Schulungen vor Ort und stehen Metallbauern, Architekten Fassadenplanern beim Einsatz der Hueck-Systeme zur Seite. Ergänzend dazu setzt Hueck zunehmend auf moderne Medien. „Statt wie früher kiloweise Dokumentationen auf Papier zu verteilen, haben wir heute zum Beispiel eine komfortable Online-Dokumentation“, sagte Durner. „Der Markt ist schnell, also muss auch die Technik schnell sein.“ Darüber hinaus bietet Hueck ein digitales Bestellwesen, das die Bestellverfolgung für Metallbauer und den Planungsprozess Architekten deutlich erleichtert. „Digitalisierung ist Teil unserer Unternehmensstrategie“, betonte Polonyi. So sei für Hueck unter anderem auch das Building Information Modeling (BIM) ein wichtiges Thema. „Uns geht es darum, die Arbeit unserer Kunden zu vereinfachen.“

Der enge Kontakt mit den Kunden spiegelt sich bei Hueck zudem in der Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Produkte wider. „Interessante Ideen und Anregungen der Kunden greift Hueck immer sehr gerne auf“, so Durner. „Und auch wenn CAD zwar viel hergibt, sieht die Praxis doch oft ganz anders aus.“ Deshalb würden Prototypen und Nullserien in der Regel vorher mit den Kunden abgestimmt. Für die Zukunft hat Polonyi der Produktentwicklung noch mehr Stringenz verordnet. „Wir werden uns zum einen auf die Perfektionierung der Standard-Systeme konzentrieren und zum anderen unsere Neuentwicklungen konsequent marktreif machen.“ Wie zum Beispiel die innovative Fensterkonstruktion Lambda Silent Air, die als erste sogar in der Lüftungsposition einen hohen Schallschutz bietet. „Wir haben sie auf der Bau 2017 vorgestellt, jetzt gehen wir in die Vermarktung.“ Ein zukunftsträchtiges Potential sehe er neben dem Schallschutz ebenso im Brandschutz. „Deshalb werden wir unseren bestehenden Baukasten Lava noch weiter ausbauen.“

Bei der wirtschaftlichen Entwicklung blickt Hueck auf ein angespanntes Geschäftsjahr zurück. Mittelfristig ist ein moderates und kontinuierliches Wachstum mit einer fortlaufenden Ergebnisverbesserung geplant. „Wir werden uns auf das Wesentliche konzentrieren und uns stetig verbessern“, verspricht Polonyi.





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