04. Dezember 2017 | Branche, Daten/Fakten

Alufolien-Ablieferungen im dritten Quartal positiv trotz anhaltender Exportschwäche

Die anhaltende Erholung auf den europäischen Märkten konnte die Schwäche beim Export von Alufolienprodukten mehr als ausgleichen, wie jüngst veröffentlichte Zahlen des europäischen Alufolienverbandes EAFA zeigen. Die Folienablieferungen stiegen im dritten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 0,5 Prozent, wobei der  Absatz im EAFA-Heimatmarkt mit 1,4 Prozent stärker ausfiel. Der Export gab im dritten Quartal erneut nach und fiel um 2,8 Prozent.

Die aktuellen Quartalszahlen lassen ein gutes Gesamtjahr dür die Aluminiumfolien-Ablieferungen erwarten (Foto: EAFA)

In den ersten neun Monaten 2017 stiegen die Gesamtablieferungen um 0,9 Prozent auf 671.000 Tonnen (2016: 664,700 t); das dritte Quartal knüpfte dabei an die guten Ergebnisse des ersten Halbjahres an. Dünne Folien, wie sie vor allem für flexible Verpackungen und Haushaltsfolie verwendet werden, zeigten ein Plus von 1,4 Prozent; dicke Folien, typischerweise für halbstarre Behälter und technische Anwendungen, stagnierten dagegen (+0,1 Prozent). Vor dem Hintergrund, dass die Ablieferungen bereits 2016 nach einer langen Phase rückläufiger Nachfrage einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht hatten, ist das derzeit positive Momentum ermutigend.

Die heimischen Ablieferungen stiegen seit Jahresbeginn um 1,5 Prozent, das ist eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zwar war das Exportgeschäft um 3,1 Prozent rückläufig, doch ist dies ein durchaus ermutigendes Zeichen, da das Minus weit geringer ausfällt als der zweistellige Rückgang 2016. Dies lässt darauf schließen, dass sich die Übersee-Nachfrage nach europäischem Folienmaterial stabilisiert.

EAFA Geschäftsführer Guido Aufdemkamp kommentierte: „Die aktuellen Quartalszahlen lassen ein gutes Gesamtjahr erwarten. Die Nachfrage nach Alufolienprodukten wächst im Gleichschritt mit der Gesamtwirtschaft, die vielversprechend bleibt und sich allgemein verbessert. Doch hängt die weitere Erholung auch von Faktoren wie der US-Handelspolitik und dem Wettbewerb aus anderen Produzentenländern ab, insbesondere aus Asien.

 




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