29. September 2017 | Branche, Technologie, Anwendungen

Zimmermann entwickelt kompakte und thermosymmetrische Portalfräsmaschine für den Modell-, Werkzeug- und Formenbau

Die Anforderungen im Modell-, Werkzeug- und Formenbau nehmen zu. Nur wer schnell und flexibel hohe Qualität liefert, kann sich gegen den weltweit starken Wettbewerb durchsetzen. Auf diesen Trend reagiert Zimmermann mit der neuen FZU. Die 5-Achs-Portalfräsmaschine ist nicht nur extrem kompakt und dank ihres thermosymmetrischen Aufbaus genau, sie bietet auch den günstigen Einstieg in das Zimmermann Maschinenprogramm und das bei maximaler Produktivität und hohen Verfügbarkeiten. Bearbeiten lassen sich insbesondere Kunststoffe, Ureol und Aluminium. "Damit schließen wir eine Lücke in der unteren Gewichtsklasse", verspricht Frieder Gänzle, Prokurist und Gesellschafter bei Zimmermann.

Mit der FZU entwickelt F. Zimmermann eine äußerst kompakte Universalmaschine für den Modell-, Formen- und Werkzeugbau mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. (Foto: F. Zimmermann)

 "Wir können das Besondere dieser Portalanlage auf drei wesentliche Eigenschaften eingrenzen", beschreibt Gänzle. Der erste Punkt: "Wir folgen dem Trend moderner Fertigungsmaschinen und führen sie als platzsparende Hakenmaschine aus." Das heißt: Zimmermann baut sie im Haus auf und kann sie per Lkw oder Schiff zu den Kunden transportieren - ohne sie demontieren zu müssen. Am Bestimmungsort ist sie nach wenigen Handgriffen einsatzbereit; das Aufstellen und in Betrieb nehmen ist mit minimalem Aufwand verbunden. Für den Kunden bedeutet dies schnell verfügbare Anlagen mit fundamentlosen Aufstellmöglichkeiten. "Wir haben uns bei der Entwicklung an die gängigen Transportmaße gehalten. Gleichzeitig erreicht die neue FZU einen für ihre Größe beachtlichen Arbeitsbereich", erklärt Gänzle.

Thermosymmetrisch aufgebaut

Wichtig ist, die Anlage an die geforderte Dynamik anzupassen. Widrige Umgebungsbedingungen und lange Maschinenlaufzeiten führen zwangsläufig zu thermischem Einfluss. Trotz der gestiegenen Genauigkeitsanforderungen der Kunden muss die Anlage stets hervorragende Oberflächen erzielen. Deshalb haben die Zimmermann-Entwickler die Portalfräsmaschine thermosymmetrisch aufgebaut. Das heißt: Frässpindel, Führungen und andere genauigkeitsbestimmende Bauteile sind so angeordnet, dass ihre Erwärmung entweder kompensiert wird oder sie sich in unkritische Richtungen ausdehnen. "Dies ist die zweite wichtige Eigenschaft", betont Gänzle. Das Grundgestell besteht aus einer Stahl-Schweiß-Konstruktion, die eine durchgängige U-Form bildet. Der mittig geführte Z-Schieber des Maschinenportals hat einen achteckigen Querschnitt - und keinen viereckigen wie vergleichbare Produkte - dies macht ihn besonders stabil. Für ihre geringe Größe weist sie dank ihres Aufbaus somit eine überzeugende Steifigkeit auf. "Mit einem Gewicht von ca. 35 Tonnen, einer Länge von 3500, einer Breite von 7500 und einer Höhe von knapp 5000 Millimetern konnten wir eine leichte und kompakte Anlage bauen", sagt Gänzle.

Den eigenen Kopf durchsetzen

Die dritte Eigenschaft betrifft den neuen Fräskopf VH10, der eine extrem hohe Leistungsdichte erreicht. "Mit dieser Neuentwicklung konnten wir unser Portfolio bereinigen", berichtet Gänzle. Denn der VH10 wird den VH12 ablösen, der nicht aus dem Hause Zimmermann stammt. Neben dem VH20, VH30 und VH60 ist der VH10 nun der kleinste Kopf im Programm. Anwender profitieren auch davon, dass Zimmermann bei Bedarf passende Ersatzköpfe auf Lager hat und sofort liefern kann, falls es beim Anwender zu Ausfällen kommt, beispielsweise durch einen Crash. "Wir haben den Anspruch, schnell zu reagieren und Kunden optimal zu unterstützen", betont Gänzle.

Durch seine schlanke Bauweise besitzt der VH10 nur minimale Störkonturen. Im Vergleich zum VH12 erreicht er nahezu doppelt so hohe Klemmkräfte. Das liegt daran, dass Zimmermann statt einer Wange zwei verbaut. Der VH10 arbeitet so deutlich stabiler. Um Durchlaufzeiten zu minimieren, kommt im Fräskopf standardmäßig eine leistungsstarke Spindel mit 34 KW bei einer maximalen Drehzahl von 24.000 U/min zum Einsatz. "Damit eignet sich die FZU ideal für die in der Branche typischen Werkstoffe wie Ureol, Clay und Aluminium. "Künftig werden wir den neuen Fräskopf auch in größeren Maschinen einsetzen, auf denen die Verarbeiter Eins-zu-eins-Modelle herstellen können - beispielsweise auf unserer FZ37", sagt Gänzle.




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