12. Januar 2018 | Branche, Technologie, Daten/Fakten

Oetinger Aluminium von Metal Trade Comax übernommen

Die tschechische Metal Trade Comax hat von Investoren, die durch die Orlando Management AG beraten werden, sämtliche Anteile von Oetinger Aluminium übernommen. Die Oetinger-Gruppe mit Werken in Weißenhorn und Neu-Ulm in Bayern verfügt über eine Gesamtkapazität von 190.000 Jahrestonnen an Gusslegierungen aus Aluminium. Oetinger hat sich auf die Just-in-time-Versorgung seiner Kunden mit Flüssigaluminium spezialisiert.

Trommelofen (Foto: Oetinger)

Metal Trade Comax ist ein Metallverarbeiter mit Sitz in Velvary, nördlich von Prag. Die Gruppe hat ihren Schwerpunkt in der Beschichtung, Profilierung und dem Zuschnitt von kaltgewalztem und verzinktem Stahl und von Aluminium und verfügt in diesem Segment über eine Verarbeitungskapazität von 200.000 Jahrestonnen. Darüber hinaus betreibt die Gruppe ein Aluminiumschmelzwerk für Gusslegierungen mit einer Kapazität von 30.000 Jahrestonnen. Diese Aktivitäten werden mit der Oetinger-Gruppe zusammengelegt und so ein in Europa führender Aluminiumrecycler mit einer Gesamtkapazität von 220.000 Tonnen im Jahr geschaffen.

Roland Keller, Geschäftsführer von Oetinger Aluminium, zeigt sich überzeugt, „dass wir gemeinsam mit Metal Trade Comax unser Geschäft noch erfolgreicher weiterentwickeln können, und zwar sowohl in unseren bestehenden Märkten als auch in neuen Regionen und Marktsegmenten.“

Metal Trade Comax ist mit einem Umsatz von rund 250 Mio. Euro in 2017 ein führender Coil-Beschichter in Europa. Die Produktion wird zur Hälfte in 28 Länder exportiert. Hauptkunden für Beschichtungsprodukte finden sich vor allem in der Bauindustrie. Das Geschäft mit Aluminiumgusslegierungen wird vornehmlich mit der Automobilindustrie in der Tschechischen Republik und den angrenzenden Staaten betrieben. Die Metal Trade Comax Gruppe hat fünf Produktionsstandorte und beschäftigt 560 Mitarbeiter.




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