07. Juli 2017 | Branche, Daten/Fakten

Wirtschaftsvereinigung Metalle fordert G20-Abschlussbericht solle Marktverzerrungen bei der Aluminiumproduktion berücksichtigen

Die Wirtschaftsvereinigung Metalle (WV Metalle), Berlin, plädiert dafür, dass sich die G20 für einen regelbasierten Handel einsetzt. Dazu gehöre auch, dass Überkapazitäten weltweit abgebaut werden. Der politische Wille, die Thematik von Überkapazitäten in der Aluminiumindustrie proaktiv anzugehen, solle deswegen unbedingt im G20-Abschlusskommunique festgehalten werden, so die WV Metalle. Dafür sollte sich die G20 an der G7-Erklärung von Taormina orientieren. Hier wurde explizit auf Marktverzerrungen bei Aluminium hingewiesen.

Die WV Metalle beklagt, dass Kapazitäten, die weit über den Marktbedarfen liegen, die Marktgleichgewichte und die Preise verzerren und beeinflussen würden. Insbesondere China baue in der Aluminiumproduktion seit Jahren eine enorme Produktion auf. Alleine diese Überkapazitäten würden ausreichen, um Europa für mehrere Jahre mit Primäraluminium zu versorgen, so die WV Metalle.

Die europäische Industrie leide zunehmend unter den Marktverzerrungen der Chinesen. So komme eine aktuelle Studie von Professor Markus Taube, Lehrstuhlinhaber für Ostasienwirtschaft/China an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Universität Duisburg-Essen, zu dem Ergebnis, dass die chinesischen Überkapazitäten einen langen Schatten auf die globalen Märkte werfe. Dadurch würde die Rentabilität der europäischen Akteure beeinträchtigt, indem sie grundsätzlich das Preisniveau auf den Absatzmärkten drücke und zusätzlich Verdrängungseffekte auf Heimat- und Drittmärkten auslöse.




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