27. Juni 2017 | Branche, Technologie, Anwendungen

Branchenverband der Oberflächenveredler blickt positiv in die Zukunft

Mehr als 80 Mitglieder begrüßte der Vorsitzende des Verbands für die Oberflächenveredelung von Aluminium (VOA), Michael Oswald, am 14. Juni im Hotel Arosa in Travemünde an der Ostsee zur 55. Mitgliederversammlung. Die Branche sei inzwischen international aufgestellt, betonte Oswald, und die aktuellen Megathemen Internationalisierung und Digitalisierung drückten sich beim VOA in der Generallizenz für die internationalen Qualitätszeichen Qualanod, Qualicoat, Qualideco und Qualistrip ebenso aus wie in der Mitgliedschaft beim europäischen Dachverband Estal.

Als Branchenverband für die Oberflächenveredlungsindustrie überzeugte der VOA auf einer seiner wichtigsten Jahresveranstaltungen seine Gäste mit fundierten, aktuellen Fachbeiträgen: Judy Runge, President ComCote International Inc. aus Chicago, referierte zum Thema Anodisation und Beschichtung; versicherungsrechtliche Besonderheiten und Fallstricke im Kontext internationaler Lieferketten erläuterte Joachim Lenoir, VOA-Fördermitglied durch die BüchnerBarella Holding, und Linda Hein, Project Managerin bei Reed Exhibitions Deutschland, stellte die neuen Präsentationstools für Unternehmen der Oberflächenbehandlungsbranche auf der ALUMINIUM-Messe 2018 vor.

VOA-Geschäftsführerin Alexa A. Becker verwies insbesondere auf die Vernetzung und das gemeinsame Wertefundament der Branche im Kanon der weltweit breit aufgestellten Industrie, welches im Zuge der schnellen gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen ganz besonders wichtig ist. „Wir möchten insbesondere auf politischer Ebene dokumentieren, wie wichtig die Branche für eine erfolgreiche Industrie in Deutschland ist. Unsere Mitglieder aus der Oberflächenveredelungsindustrie nehmen aktiv daran teil, qualitätsgesichert und effizient im globalen Markt zu agieren“, so Becker.

Die VOA-Ausbildungsinitiative inklusive dem Projekt „Motivation for Future Professionals“, dass dabei hilft, junge Menschen für die Branche zu gewinnen, standen ebenso auf dem Themenplan wie die Beteiligung des VOA an der Arbeitszeitinitiative der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), mit dem Ziel der Anpassung des Arbeitszeitgesetzes an moderne Bedürfnisse von Mitarbeitern und Unternehmen. „Auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bundestagswahl sehen wir die Notwendigkeit, die Politik für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren, um ein Wirtschaftsklima zu erhalten, dass die Unternehmen der Branche der Oberflächenveredelung flächendeckend zukunftsfähig sein lässt“, betonte Becker.

Insgesamt waren sich die Vorstandsmitglieder und die Geschäftsführerin des VOA auf ihrem Branchentreffen darüber einig, dass es allen Grund dafür gibt, positiv in die wirtschaftliche Zukunft zu blicken. Zahlreiche Studien unterschiedlicher Wirtschaftsinstitute geben ihnen derzeit Recht. „Deutschland kann seine Stellung als weltweit agierende Industrienation halten“, so Oswald, doch sei dies kein Selbstläufer. Die Branche der Oberflächenveredelung sei gefordert, sich konsequent und kontinuierlich weiter zu entwickeln. Das Networking der Branchenteilnehmer untereinander sei dafür einer der Erfolgsfaktoren. Im kommenden Jahr findet die Mitgliederversammlung vom 7. bis 9. Juni 2018 in Mainz statt.

 




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