09. Juni 2017 | Branche

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung der "Initiative Ressourcenschonende Bauwirtschaft"

Die „Initiative Ressourcenschonende Bauwirtschaft“ (IRBau) hat sich mit einer gut besuchten Konferenz Ende Mai in Berlin erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Inhaltlich ging es um den Ausbau der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, nach der Energieeffizienz das große Zukunftsthema für mehr Klimaschutz, schadstofffreie Bauprodukte und den effizienten Einsatz knapper Ressourcen.

Gründungsmitglieder der IRBau mit Staatssekretär J. Flasbarth (v.l.n.r.): T. Lauritzen, W. Lonsinger, S. Flamme, J. Flasbarth, A. Hillebrandt, A. v. Hagel, A. Rosen, R. Brunkhorst (Foto: IRBau)

Die IRBau nannte als wichtigen Beweggrund für ihre Gründung, dass Recycling im Baubereich trotz hoher Zukunftsrisiken und -potentiale noch viel zu wenig Beachtung fände. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im BMUB, erläuterte die Rahmenbedingungen der deutschen Umweltpolitik beim Übergang zur modernen Kreislaufwirtschaft. Dazu verdeutlichte er auch den umfassenden Ansatz des deutschen Ressourceneffizienzprogramms. Er begrüßte die Gründung der IRBau und sagte seine Unterstützung ebenso wie die von Gunther Adler, Staatssekretär im BMUB, zu.

Weitere Beiträge forderten eine Strategie nachhaltiger Dekarbonisierung, mehr Transparenz über die Zusammensetzung aller im Bauwesen verwendeten Stoffe und einen „Gebäude-Rohstoff-Pass“. Mehrfach wurde auch auf die Bedeutung des Urban Mining hingewiesen, um künftig knappe Rohstoffe wie Seltene Erden zurückzugewinnen. Dazu müssten auch Kreislauflücken in der Bauwirtschaft geschlossen, neue Geschäftsmodelle entwickelt und Informationsdefizite beseitigt werden.

 




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