07. Juni 2017 | Branche, Technologie

Energiemanagementsystem von Siemens erhöht Energieeffizienz in Druckgussfertigung

Die GF Automotive fertigt hochwertige Druckguss-Teile für die Automotive-Branche. Die Herstellung der Teile ist sehr energieintensiv. Um ein effizientes Energiemanagement betreiben und gemäß DIN EN ISO 50001 die Energieeffizienz nachhaltig erhöhen zu können, setzt GF auf das Energiemanagement-System Simatic B.Data von Siemens.

Die GF Automotive (GF) ist in Altenmark in Österreich beheimatet. Der Zulieferer für die Automotive-Branche stellt für seine weltweit ansässigen Kunden hochwertige Formteile aus Druckguss her. Da die Produktion sehr energieintensiv ist, legt GF den Fokus neben Anlagenverfügbarkeit und Produktqualität auf einen energieeffizienten Betrieb. Um dafür die unterschiedlichen Energieströme wie Strom, Wasser, Gas und Druckluft detailliert erfassen und auswerten zu können, nutzt GF das skalierbare Energiemanagement-System Simatic B.Data von Siemens, das die Anforderungen gemäß DIN EN ISO 50001 für Energiemanagement Prozesse umfassend erfüllt.

„Damit legen wir die Basis zur Erhöhung der Energieeffizienz“, erklärt Bernhard Thaler, Energiebeauftragter bei GF, und ergänzt: „Außerdem schaffen wir so die Grundlage, das in Österreich und Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Energieaudit nach DIN EN 16247 auch intern ableisten zu können, statt alle vier Jahre externe Zertifizierer in Anspruch nehmen zu müssen.“ Die skalierbare und damit werksübergreifend einsatzbare Lösung Simatic B.Data läuft auf einem virtuellen Server und die Datenübertragung erfolgt mittels virtuellem Netzwerk, was die Kosten für die Infrastruktur gering hält. Die aktuellen Verbrauchswerte stehen über direkten Zugriff auf den B.Data-Client oder aus der Ferne über die B.Data-Web-Clients permanent und in Echtzeit zur Verfügung. Per automatischer E-Mail gehen definierte Berichte sowie mögliche Störmeldungen an die Verantwortlichen, die damit stets optimal informiert sind und bei Bedarf schnell reagieren können.

Für die Messtechnik und Energiedatenerfassung wurden Schaltkästen an den Druckgussmaschinen und Schmelzöfen montiert, die die dezentrale Peripherie Simatic ET 200SP samt CPU (Computer Processing Unit) und Interfacemodul beinhalten. Die Integration ins Netzwerk erfolgt über Industrial Ethernet. Für das Erfassen des elektrischen Energieverbrauchs werden Stromwandler an die auf die Peripherie aufgesteckten Energy Meter Module angeschlossen. Zum Messen der Volumenströme nutzt GF die Messwertaufnehmer Sitrans F von Siemens, die in der Rohrleitung zwischengeflanscht werden und digitale Impulse senden. „Der Vorteil dieses Aufbaus ist, dass selbst bei einer Unterbrechung des Datennetzwerks die Messwerte in der CPU der ET 200SP weiter gesammelt werden und der Energieverbrauchswert damit konsistent gehalten werden kann“, erklärt Manuel Kerschbaumsteiner, Teamleiter elektrische Instandhaltung bei GF. Automatische Plausibilitätsprüfungen in Simatic B.Data sichern die Datenqualität.

Weitere Vorteile der Lösung sind die Offenheit bezüglich der Schnittstellen, die Systemdurchgängigkeit über beispielsweise Totally Integrated Automation (TIA) und der einfache Import von ASCII-Daten aus Fremdsystemen. Mit dem umfangreichen System ist GF auf einem guten Weg, seine Nachhaltigkeitsziele bis 2020 zu erreichen: Steigern der Energieeffizienz, Senken der CO2-Emissionen und Reduzieren der nicht wiederverwertbaren Produktionsabfälle um jeweils zehn Prozent.

 




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