07. April 2017 | Branche, Technologie

Neue Pressenstraße bei Skoda startet Vollbetrieb

Der Autobauer Skoda hat am Stammsitz in Mladá Boleslav, Tschechien, den Vollbetrieb seiner hoch modernen Servo-Pressenstraße PXL II aufgenommen. Das Presswerk ermöglicht erstmals auch die Verarbeitung großer Aluminiumteile. Pro Tag entstehen bis zu 23.000 Pressteile für unterschiedliche Modelle. PXL II gestaltet den Produktionsprozess deutlich flexibler und senkt den Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Systemen um 15 Prozent, so Skoda. Mit der neuen Pressenstraße schafft der Autohersteller in Mladá Boleslav 140 neue Arbeitsplätze.

„Das neue Presswerk ist ein wichtiger Baustein unserer ,GreenFuture‘-Umweltstrategie, die den Fokus auf eine besonders ressourcenschonende und nachhaltige Fertigung sowie energieeffiziente Fahrzeuge legt“, sagt Michael Oeljeklaus, Vorstand für den Bereich Produktion und Logistik. „Im Dauerbetrieb wird im Vergleich zu den herkömmlichen Pressenstraßen bis zu 15 Prozent Energie eingespart. Die Anlage zählt zu den modernsten ihrer Art in Europa.“

Die neue PXL II ist zusammen mit der servo-mechanischen Pressenlinie PXL I, die 2013 in Betrieb ging, bereits die zweite Pressenstraße am Stammsitz Mladá Boleslav. Beide zählen zu den fortschrittlichsten Anlagen ihrer Art in Europa. Im gesamten VW-Konzern existieren lediglich 20 Presswerke dieses Typs. Besonderheit: PXL II verfügt über ein System zur Energierückgewinnung. Die während des Pressvorgangs freigesetzte Energie wird rekuperiert und im weiteren Produktionsprozess wieder eingesetzt.

Die neue Pressenstraße ermöglicht darüber hinaus einen besonders flexiblen Produktionsprozess: Über 14 dezentral arbeitende Servomotoren kann die Umformungsenergie je nach Bedarf eingestellt und reguliert werden. Hinzu kommen die einfache Bedienung und deutlich kürzere Umrüstzeiten – für den Austausch eines Presswerkzeugs vergehen weniger als drei Minuten. Jedes einzelne der bis zu 23.000 Pressteile, die täglich in der neuen Anlage produziert werden, durchläuft abschließend eine Qualitätskontrolle.

 




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