31. März 2017 | Branche, Technologie, Anwendungen

Moneva Druckgießerei setzt auf Elektroabscheider eLine

Der Alu-Druckgussspezialist Moneva aus Winterbach bei Stuttgart rüstet seine neueste Gießanlage mit einem eLine-Elektroabscheider von Keller Lufttechnik aus. Moneva ist auf Aluminium-Druckguss spezialisiert und beliefert weltweit Betriebe aus der Automobil-, Elektronik- und Elektrowerkzeug-Industrie sowie dem Maschinenbau mit präzisen und einbaufertigen Alu-Bauteilen.

Keller-Projektingenieur Thomas Nägele (links) erläutert das Abscheideprinzip des eLine, welches darauf beruht, dass sich positiv geladene Teilchen und ebenso geladene Platten gegenseitig abstoßen (Foto: Keller Lufttechnik)

"Beim Druckgießen entstehen klebrige Schmier- und Trennmitteldämpfe - eine echte Herausforderung für jeden Luftfilter", erklärt Fezer, der bei Moneva die Gießerei und Instandhaltung leitet. Mit dem neuen Elektroabscheider eLine gelinge es jedoch, diese Partikel zu über 99 Prozent abzuscheiden. "Die Luft ist anschließend so rein, dass wir sie in die Halle zurückführen können", erklärt Fezer. Die neue Anlage funktioniere reibungslos, sei wartungsarm und erreiche einen deutlich höheren Abscheidegrad als die herkömmlichen Emulsionsnebelabscheider, die Moneva seit Langem in Betrieb hat.

Mit dem Elektroabscheider eLine hat Moneva ein neues Produkt aus dem Hause Keller Lufttechnik im Einsatz. Thomas Nägele, Projektingenieur bei Keller, erläutert, wie die Anlage funktioniert: "Das Abscheideprinzip des eLine beruht darauf, dass sich positiv geladene Teilchen und ebenso geladene Platten gegenseitig abstoßen." Zunächst durchströmt die schadstoffbeladene Luft einen Vorabscheider. Er befreit den Luftstrom von groben Partikeln und richtet ihn aus. Der anschließende Auflader ionisiert die luftfremden Teilchen, die dadurch positiv geladen sind. Der eigentliche Abscheider besteht aus einem Paket mit nahe beieinander liegenden Platten. Sie sind abwechselnd geerdet und positiv geladen. Durchströmt die Luft mit den positiv geladenen Fremdstoffen das Platten-Paket, stoßen die geladenen Platten diese Partikel ab und sorgen dafür, dass sie sich an den gegenüberliegenden geerdeten Platten festsetzen. "Das Ergebnis: Der Luftstrom verlässt die Anlage fast partikelfrei", berichtet Nägele. Die technische Herausforderung beim Bau eines Elektroabscheiders liege nicht in diesem Abscheideverfahren selbst, sondern in der effizienten Reinigung der mit den Fremdstoffen beladenen Platten, betont Nägele. Würde eine Reinigung vernachlässigt oder gelinge sie nur unzureichend, sinke die Leistung der Abscheideanlage sofort dramatisch.

Keller Lufttechnik entwickelte daher ein hoch automatisiertes, pneumatisch betriebenes Spülsystem, das mit hohen Temperaturen und großem Druck arbeitet, und den Betreiber von lästigen Reinigungsarbeiten weitgehend entlastet. "Durch den Temperaturanstieg erhöhen wir die Fließfähigkeit der normalerweise klebrigen Stoffe", berichtet Nägele "Dadurch können wir auf jegliche Spülmittel verzichten. Ein etwas erhöhter Wasserdruck reicht aus, um die Platten gut zu reinigen." Normalerweise genüge eine Spülung pro Woche, um den Abscheider fortlaufend leistungsfähig zu halten. Das genaue Reinigungsintervall hänge von der Fremdstoffkonzentration in der Abluft und der Intensität ab, mit der die Anlage genutzt werde. Während der Reinigung sei der eLine nicht in Betrieb. "Unternehmen, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr arbeiten, schaffen daher zwei Geräte an. Wird ein Abscheider gereinigt, schalten sie auf den zweiten um", berichtet der Fachmann.




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